„Wir sind kein Sparverein“ Gemeinde Lehe will 1,5 Millionen Euro investieren

Von Jennifer Kemker

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Für die Förderung des Kaufes von Altbauten stehen 30.000 Euro im diesjährigen Haushalt der Gemeinde Lehe: Foto: Christian Belling/ArchivFür die Förderung des Kaufes von Altbauten stehen 30.000 Euro im diesjährigen Haushalt der Gemeinde Lehe: Foto: Christian Belling/Archiv

Lehe. Die Mitglieder des Rates der Gemeinde Lehe haben einstimmig den Haushaltsplan für 2018 beschlossen. Investiert werden sollen rund 1,5 Millionen Euro.

Nach Angaben von Heinz-Hermann Lager, Kämmerer der Samtgemeinde Dörpen, sollen 70.000 Euro für die Erschließung der Baugebiete und 315.000 Euro für die Erschließung des Gewerbegebietes ausgegeben werden. Im Zuge des Brachflächenrecyclings der alten Molkerei seien 332.000 Euro vorgesehen. Laut Lager steht ein Zuschuss von 166.000 Euro zur Verfügung. Einen weiteren größeren Posten im Haushalt nimmt der Mehrgenerationenspielplatz mit 227.000 Euro ein, der bereits auf dem Haushaltsplan des vergangenen Jahres stand.

Steuereinnahmen wachsen

In zwei Raten sollen zudem je 43.000 Euro in den Breitbandausbau investiert werden. Auch das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ steht mit 30.000 Euro auf der Investitionsliste. „Wir sind kein Sparverein“, sagte Bürgermeister Johann Mardink (CDU) zu den Projekten, die im vergangenen Jahr nicht verwirklicht werden konnten. „Wir wollen das in diesem Jahr ändern.“

Insgesamt plant die Gemeinde nach den Worten von Lager mit einem ausgeglichenen Haushalt. Bei den Steuern und Umlagen werden dem Kämmerer zufolge bei fast allen Steuerarten Zuwächse gegenüber der Planung des Vorjahres erwartet.

Engpässe und Mehranmeldungen in der Kindertagesstätte

Durch die gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen im vergangenen Jahr würden die Kreis- und Samtgemeindeumlage steigen. Lager bewertet das Wachstum als „insgesamt gut“. Rund 58.000 Euro würden in der Gemeindekasse übrig bleiben. „Für das aktuelle Jahr haben wir recht gute Werte, mit denen wir zufrieden sein können.“ Von den Steuern würden am Ende rund 15 Prozent in Lehe bleiben. Zusammen mit einem garantierten Anteil von 195.000 Euro Grundabsicherung kann die Gemeinde nach Worten des Kämmerers mit 335.000 Euro planen. Aufgrund der Engpässe sowie den Mehranmeldungen in der Kindertagesstätte in Neulehe muss Mardink zufolge gleichwohl für die zweite Jahreshälfte eine Lösung einkalkuliert werden.

Baum im Wohngebiet muss gefällt werden

Eine Diskussion entwickelte sich während der Ratssitzung im Struven Hus hinsichtlich der Verkehrssicherheit bei den Bäumen im Gemeindegebiet. Ein Anwohner meldete Sorgen um eine Kastanie im Wohngebiet an, was die Einberufung eines Gutachters zur Folge hatte. Dabei kam heraus, dass sich der alte Baum im Laufe der Jahre geneigt hatte und ein Hohlraum entstanden ist, in dem sich Fäule bildete. Eine Fällung sei daher notwendig. „Es geht hier um die Frage der Sicherheit und es ist bestätigt worden, dass der Baum nicht mehr zu retten ist“, so Mardink. Mit drei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen wurde der Beschluss mit fünf Befürwortern angenommen.


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