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05.03.2018, 17:39 Uhr KOMMENTAR

Marode Ortsdurchfahrten: Viele Superlative, wenig Geld

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Beim Zustand der Ortsdurchfahrt von Lorup sprach Bürgermeister Wilhelm Helmer jüngst von „einer Katastrophe“. Foto: Mirco Moormann/ArchivBeim Zustand der Ortsdurchfahrt von Lorup sprach Bürgermeister Wilhelm Helmer jüngst von „einer Katastrophe“. Foto: Mirco Moormann/Archiv

Oberlangen/Dersum. Bei der Kritik am Zustand einiger Ortsdurchfahrten im nördlichen Emsland überbieten sich die Bürgermeister mit Superlativen. Ein Kommentar.

Von „katastrophal“ ist da die Rede, auch von „unzumutbar“ oder gar „verkehrsgefährdend“. Das war in Brual bereits 2012 und 2015 der Fall und wiederholt sich jetzt in Lorup, Oberlangen und Dersum.

An einem Wettbewerb um „Niedersachsens schlechteste Straße“, die der Landtagsabgeordnete Bernd Busemann einst für die L 62 zwischen Spahnharrenstätte und Werlte ausgerufen hat und die inzwischen saniert wurde, könnten diese Ortsdurchfahrten zweifelsohne teilnehmen.

Die Landesregierung hat sich für den Nachtragshaushalt 2018 gegen mehr Geld für Straßen entschieden, sondern Lehrern, Polizisten und Kitas Vorrang eingeräumt. 2019 soll es etwa 30 Millionen Euro zusätzlich für den Straßenbau geben. Sicher scheint schon jetzt: Die Nachfrage, nicht nur aus dem Emsland, wird deutlich höher sein als das zur Verfügung stehende Geld.

Die beteiligten Kommunen und die Straßenbaubehörde in Lingen sollten dennoch ihre Hausaufgaben machen und intensiv die Planungen vorantreiben.


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