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Schaden im sechsstelligen Bereich Explosion an Biogasanlage in Hasselbrock

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jsie/pm Walchum. Am Montagmittag ist es an der Hasselbergstraße in Hasselbrock zu einer Explosion auf einer Biogasanlage gekommen. Es entstand Schaden im sechsstelligen Bereich.

Wie die Polizei mitteilt, hatte eine Fachfirma gegen 12.45 Uhr mit Arbeiten an einem der Fermenter begonnen. Aus bislang ungeklärter Ursache hatten sich mit Beginn der Arbeiten vermutlich austretende Gase entzündet. Wie die Feuerwehren Dersum und Heede mitteilen, wurden sie daraufhin mit dem Stichwort „Industrie- und Gewerbe – Biogasanlage brennt“ alarmiert.

Feuerball von Weitem sichtbar

Bereits auf der Anfahrt war laut Dersums Ortsbrandmeister Gerd Gruber das Feuer sichtbar. Zuvor war es bei Reparaturarbeiten der Plane eines Fermenters zu einer Entzündung gekommen, die sich schnell auf beide Fermenter ausbreitete. Die Gase, die sich unter der Fermenterplane ansammelten, explodierten schlagartig. Der Feuerball, der aus den beiden Fermentern schoss, war laut Feuerwehr schon von Weitem sichtbar.

Niemand verletzt

Beide Arbeiter konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass sie keine Verletzungen erlitten. Die gleichzeitig mit alarmierten Feuerwehren aus Heede und Dersum löschten von unten kleinere Feuer und Glutnester ab. Da die Dämmung um einen Fermenter schwelte, wurde gegen 13.20 Uhr die Feuerwehr Dörpen mit der Drehleiter und einem Gas-Messgerät nachalarmiert.

Nach zwei Stunden Feuer gelöscht

Unter Einsatz von Atemschutz löschten die Einsatzkräfte von oben die letzten Glutnester ab, sodass gegen 14.50 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden konnte. Zu keiner Zeit bestand Gefahr für Menschen und Umwelt. Das Feuer beschränkte sich nur auf die beiden Fermenter, so die Feuerwehr. Ein angrenzendes Blockheizkraftwerk samt Gebäude trug keinen Schaden davon.

Anlage außer Betrieb

Die Biogasanlage ist aufgrund des Brandes vorerst außer Betrieb. Der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen der Polizei im sechsstelligen Bereich. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Vor Ort waren die Feuerwehren Dersum, Heede und Dörpen mit sieben Fahrzeugen und 55 Einsatzkräften.


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