„Nacht der Ausbildung“ in Dörpen Jugendliche schnuppern in Berufswelt bei UPM Nordland Papier

Von Jennifer Kemker


Dörpen. Im Zehnminutentakt haben rund 170 interessierte Jugendliche in kleinen Gruppen an Führungen durch die Werkshallen der Dörpener Papierfabrik UPM Nordland teilgenommen und sich bei der „Nacht der Ausbildung“ über die Lehrberufe in dem Unternehmen informiert. Vier Stunden schnupperten sie in die Arbeit der Papiermacher.

Die Informationen bei der bisher siebten Auflage der Veranstaltung kamen direkt von einigen der 60 Auszubildenden am UPM-Standort Dörpen. Unter dem Motto „Von Azubis für Azubis“ erklärten die Lehrlinge ihre Arbeit und standen für alle Fragen der Jugendlichen und ihren Eltern zur Verfügung.

Werksleitung registriert Effekt

„Wir sehen schon, dass die Veranstaltung einen Effekt auf die jungen Menschen hat“, sagte Werksleiter Klaus Reimann. „Es ist auch schön, dass immer einige Eltern dabei sind, um sich zusammen mit ihren Kindern über die verschiedenen Ausbildungsberufe zu informieren.“

Start bei den Produktdesignern

Nachdem sich die einzelnen Gruppen einen Film über das Unternehmen angesehen und einer Sicherheitsunterweisung unterzogen haben, ging es zunächst in die Büros der technischen Produktdesigner, die verschiedene Bauteile entwerfen und konstruieren. Auszubildende Carolin Schulte ist im zweiten Lehrjahr und gab den Schülern Einblicke in die Arbeitswelt der Industriemechaniker. In der Regel besuchen die Lehrlinge ein Jahr die Berufsfachschule Metall, wo sie theoretisch und praktisch unterrichtet werden. „Danach steigt man hier in das zweite Lehrjahr ein“, berichtete Schulte.

Für Anpacker und Schrauber

Etwa Antriebe und Ventile instand setzen ist hingegen die Aufgabe von Christian Daron und Mathis Vinke. „Wer gerne an Dingen herumschraubt, anpacken kann und Spaß am Handwerk hat, ist für den Beruf als Industriemechaniker gut geeignet“ sagte Daron.

Industriekaufleute arbeiten nach den Worten von Lisa-Marie Wiemberg beispielsweise im Einkauf, Verkauf und der Personalabteilung. Mit den drei Aspekten „geografisches Allgemeinwissen, Disponieren und Flexibilität“ beschrieb Dennis Unruh den Beruf der Speditionskaufleute. Der Weg zum Betriebswirt zeichne sich dagegen durch einen Mix aus Theorie und Praxis, abwechslungsreiche Aufgaben und durch die Vergütung während des Studiums aus, wie Leoni Notthoff den Besuchern erklärte.

Zurzeit 60 Azubis

Darüber hinaus hatten die Jugendlichen und ihre Begleitung die Möglichkeit, weitere Informationen bei den Kooperationspartnern, dem Papierzentrum Gernsbach, den Berufsbildenden Schulen (BBS) Papenburg, der Berufsakademie Lingen und der Johannesburg Surwold einzuholen.

Insgesamt werden derzeit 60 junge Menschen am UPM-Standort Dörpen ausgebildet, zu dem UPM Nordland Papier, UPM Sales, UPM nortrans und UPM NorService gehören. Ab Sommer 2018 werden 17 neue Auszubildende sowie drei zusätzliche Auszubildende aus der Ausbildungswerkstatt Weener eingestellt. Bewerbungen für das Ausbildungsjahr 2019 werden noch bis Ende April 2018 entgegengenommen.