Kosten von knapp einer Million Euro Grundschule Heede wird bis Sommer 2019 erweitert

Von Maike Plaggenborg


Heede. Die Grundschule Heede soll um drei Klassenräume erweitert werden. An der Stelle der alten Turnhalle soll eine neue Mensa entstehen. Die Fertigstellung ist zum Schuljahresbeginn 2019 vorgesehen.

Ein einstimmiges Votum dafür fanden die Mitglieder des Ausschusses für Schulen und Soziales der Samtgemeinde Dörpen in ihrer Sitzung in der Grundschule Heede. Der Umbau sei erforderlich, sagte Andreas Hövelmann, Leiter des Fachbereichs Bildung. Die Geburtenzahlen hätten sich positiv entwickelt. In den kommenden Jahren werde die Grundschule zweizügig sein, also zwei statt bisher einer Klasse pro Jahrgang haben.

Wie aus der Präsentation des Architekten Hans Kuper hervorgeht, sollen im wesentlichen zwei Elemente verändert werden: Am Ende das Hauptgebäudes soll ein neuer Trakt entstehen, in dem drei Klassenräume mit jeweils rund 57 Quadratmetern Größe untergebracht werden sollen. Der Anbau könne einen eigenen Eingang bekommen. An der Stelle gebe es außerdem die Möglichkeit, den Trakt bei Bedarf erneut zu erweitern. Weitere Neuerung soll Kupers Plänen zufolge eine neue Mensa sein, die am Standort der jetzigen Turnhalle errichtet werden könnte. Dafür muss das bestehende Gebäude entfernt werden.

Im Plan ist außerdem ein optionaler Platzhalter für einen Kindergarten an der Kolpingstraße neben einem ebenfalls neuen Parkplatz dort. Eine neue Turnhalle hat die Gemeinde Heede bereits auf den Weg gebracht. Die sogenannte Freizeiteinrichtung mit Begegnungsstätte soll an der Pfarrer-Vehmeyer-Straße entstehen.

Eine optische Unterscheidung der neuen Gebäude von den bestehenden ist vorgesehen, indem die zusätzlichen Räume mit einem Pultdach gestaltet werden. Damit heben sie sich von den jetzigen Satteldächern ab. Die Mensa wird über den Eingang an der Kolpingstraße erreichbar sein, wie Kuper weiter erläuterte, „aber auch über den Eingang an der Schulstraße“. Zwischen dem Alt- und den Neubau solle ein Verbindungstrakt geschaffen werden. Angedacht ist, dass die Klinkerbauten „harmonisch aufeinander abgestimmt“ werden. Die Außenanlagen könnten so bleiben, wie sie jetzt sind, so Kuper.

Kritisch angesehen wurde seitens des Ausschusses die Größe der Mensa, die mit rund 78 Quadratmetern deutlich kleiner als die noch bestehende Halle mit rund 400 Quadratmetern ausfalle. Schulleiter Markus Haverkorn verwies dabei auf Feiern mit Eltern und Schülern, beispielsweise bei der Einschulung oder dem Adventssingen. Er schlug vor, das Gebäude um die Fläche zu erweitern, die bis zum Beginn des Altbaus reiche. Man komme damit auf rund 150 Quadratmeter. „Es wäre eng, aber das geht“, so Haverkorn.

Die rot geklinkerten Gebäude, die Mensa und der Parkplatz sollen komplett neu angelegt werden. Grafik: Architekturbüro Hans Kuper

Einer der Klassenräume wäre während der Bauphase womöglich zeitweise nicht verfügbar, sagte Kuper. Ansonsten aber würde in den laufenden Betrieb kaum eingegriffen werden. „Übergangslösungen werden an dieser Stelle durch geschicktes Baumanagement eventuell nicht nötig“, sagte Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU). Die Kosten belaufen sich auf rund 995.000 Euro. Wie Wocken auf Anfrage von Matthias Witte (UWG) ergänzte, bemühe sich die Verwaltung um Fördermittel der Kreisschulbaukasse. Die liege bei 20 Prozent, aber: „Wir müssen befürchten, dass es weniger ist“. Die Gespräche mit dem Landkreis laufen bereits, so Wocken weiter. Nach dem Beschluss für den Plan im Ausschuss muss dieser noch im Samtgemeinderat beschlossen wird.