Werksleiter zu möglichen Umbauplänen UPM Nordland: Nachfrage nach Spezialpapier steigt

Von Gerd Schade

Für einen möglichen Umbau der Papiermaschine 2 bei UPM Nordland Papier in Dörpen (Foto) lässt der finnische UPM-Konzern eine Machbarkeitsstudie erstellen. Foto: UPM/ArchivFür einen möglichen Umbau der Papiermaschine 2 bei UPM Nordland Papier in Dörpen (Foto) lässt der finnische UPM-Konzern eine Machbarkeitsstudie erstellen. Foto: UPM/Archiv

Dörpen. Als Herausforderung und Chance sieht der Werksleiter von UPM Nordland Papier in Dörpen, Klaus Reimann, einen möglichen Umbau der Papiermaschine 2. Mit dem jüngsten Plan zum Stellenabbau hätten die Überlegungen nichts zu tun.

„Der Feinpapiermarkt ist rückläufig und daher ist es natürlich umso interessanter für UPM, eine Linie vom Feinpapiersegment für das Spezialpapiersegment umzubauen“, erklärt Reimann auf Anfrage unserer Redaktion. Wie berichtet, hatte der finnische UPM-Konzern, zu dem Nordland Papier gehört, in der vergangenen Woche angekündigt, bis zum Sommer 2018 eine Machbarkeitsstudie für einen Umbau der Papiermaschine (PM) 2 von der Fein- in die Trennpapierproduktion erarbeiten zu lassen. Zu den Kosten für die Studie machte Reimann auf Nachfrage ebenso keine Angaben wie zu den möglichen Kosten für einen Umbau.

180.000 Tonnen Feinpapier pro Jahr

Nach Angaben des Werksleiters steigt die weltweite Nachfrage nach Spezialpapieren seit einigen Jahren. „UPM partizipiert an diesem Wachstum und wird seine Position im Spezialpapiergeschäft weiter stärken.“ Demzufolge richteten sich die Überlegungen des finnischen Konzerns in allererster Linie an der Marktentwicklung für Spezialpapiere aus.

Die PM 2 hat Reimann zufolge eine Kapazität von 180.000 Tonnen Feinpapier pro Jahr. „Im Falle einer positiven Entscheidung für den Umbau würde diese Kapazität entfallen und die kompletten neuen Mengen der PM 2 im Spezialpapiersegment verkauft werden. Eine detaillierte Planung würde nach dem Abschluss der Machbarkeitsstudie im Falle eines positiven Ergebnisses erstellt werden“, so der Werksleiter.

Kein Zusammenhang mit Stellenabbau

Mit dem von UPM geforderten Abbau von 223 Stellen am Papierproduktionsstandort Dörpen hat die Machbarkeitsstudie Reimann zufolge nichts zu tun: „Hauptziel der im Oktober vergangenen Jahres angekündigten Entwicklungs- und Restrukturierungsprogramme ist es, die Fixkostenstruktur zu verbessern und durch gezielte Investitionen in Automatisierungslösungen die Effizienz unseres Werkes weiter zu erhöhen. Diese Programme sind von der jetzt angekündigten Machbarkeitsstudie nicht betroffen und werden wie geplant fortgeführt.“