Messung per Laser Landkreis Emsland nutzt neue Art von Blitzern in Neulehe

Von Daniel Gonzalez-Tepper und Katharina Preuth

Auf eine neue Form von Blitzern setzt der Landkreis Emsland bei der Jagd auf Raser. An der B401 wurde eine schwarze Säule aufgestellt, die per Laser die Geschwindigkeit von Autofahrern misst. Foto: Daniel Gonzalez-TepperAuf eine neue Form von Blitzern setzt der Landkreis Emsland bei der Jagd auf Raser. An der B401 wurde eine schwarze Säule aufgestellt, die per Laser die Geschwindigkeit von Autofahrern misst. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

dgt/kap Neulehe. Der Landkreis Emsland setzt im Kampf gegen Raser auf eine neue Technik von Blitzern: An der B401 ist eine moderne Anlage aufgestellt worden, die per Laser die Geschwindigkeit von Autofahrern misst.

Die etwa 2,50 Meter hohe schwarze Säule an der Kreuzung der Bundesstraße mit der Landesstraße 62 (Neubörger Straße/Aschendorfer Straße) zwischen Neulehe und Neubörger erinnert auf den ersten Blick gar nicht an einen Blitzer. Bei dem Gerät, das eine Fachfirma in dieser Woche aufbaute, handelt es sich um ein „laserbasiertes stationäres Geschwindigkeitsmesssystem“, wie Udo Mäsker, Sprecher des Landkreises Emsland, auf Anfrage mitteilte. Die Geschwindigkeit wird also per Laserstrahl gemessen und nicht mehr über die „Schleifen“, also Kabel, die auf der Fahrbahn eingelassen werden müssen. Die haben sich damit erübrigt.

Der neue Blitzer ersetzt den alten, der im Februar 2017 durch eine Explosion zerstört worden ist.

Kamera kann mobil eingesetzt werden

Die Kreisbehörde setzt zum ersten Mal auf diese neue Generation der Blitzer, wie Mäsker weiter sagt. „Ein großer Vorteil ist, dass die Scanner- und Kameraeinheit damit neben der stationären Verwendung auch mobil genutzt werden kann“, erklärt der Sprecher.

Noch ist die neue Anlage nicht in Betrieb. Wann das der Fall sein wird, kann Mäsker auch nicht genau sagen. „Da das System an verschiedenen Punkten zum Einsatz kommen kann, ist die betreffende Anlage nicht permanent mit der Kamera bestückt – demzufolge lässt sich nicht konkret benennen, ab wann die Anlage an der B401 in Betrieb geht“, heißt es aus dem Kreishaus.

Die Kosten für den Wiederaufbau der Anlage belaufen sich nach Angaben des Landkreises im Dezember 2017 auf rund 60.000 Euro,