Rückbau kostet 600.000 Euro Abriss der Brücke in Dörpen-Haar ab August?


Dörpen. Seit Jahren baufällig und inzwischen vollends überflüssig ist die Brücke über den Küstenkanal am Ende der K 157 in Dörpen-Haar. Einen genauen Termin hat das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt Meppen noch nicht. „Beim jetzigen Stand ist von August bis November 2018 auszugehen“, teilt die Behörde mit.

Der Termin ergebe sich „erst im Zuge der Ausschreibung und den Abstimmungen mit weiteren Beteiligten“ heißt es von dem Meppener Amt, das Teil der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) ist. Seit die direkte Anbindung der Kreisstraße 157 an die Bundesstraße 401 im September 2017 fertiggestellt wurde, kann der gesamte Verkehr ohne die Nutzung der baufälligen und wegen der Schäden mit Blick auf Geschwindigkeit und Gewicht nur eingeschränkt nutzbaren Brücke rollen. Auf die Verlegung der Straße, an der sich die WSV mit rund einer Million Euro an den Kosten beteiligt habe, folgt nun der Rückbau der Brücke. „Die Kosten für den Rückbau, Anpassung der Straßenrampen und die Anpassung des Kanalbettes trägt zu 100 Prozent die WSV“, so Hermann Ubbenjans von der Meppener Abteilung des WSV. In deren Haushalt sind 600.000 Euro dafür eingeplant.

Bevor die Arbeiten beginnen können, werde eine Altlastenerkundung fällig, bei der eventuelle Verunreinigungen im Bereich der Brücke zu ergründen seien. Ein weiterer Schritt sind Verträge „mit Dritten“, damit eine „ordnungsgemäße Zerlegung der Brücke an anderer Stelle“ gewährleistet sei. Diese Vorarbeiten sowie das Ausschreibungsverfahren hätten Einfluss auf den Start des Abbruchs. Auf weitere Anfrage aber ist „mit nennenswerten Unwägbarkeiten, mit Ausnahme eventueller Altlasten,“ nicht zu rechnen, teilt Ubbenjans weiter mit. Obendrein sei die Lage des Bauwerks außerhalb geschlossener Ortschaft günstig und es sei im Eigentum der WSV beziehungsweise des Landkreises. Auch löse der nun veränderte Verlauf der K 157 die Verkehrsanbindung ab.

Rund 500 Meter südlich der bestehenden Brücke wird das neue Anbindungsstück der K 157 an die B 401 verlegt. Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Die Arbeiten an dem rund 800 Meter langen Teilstück der Kreisstraße hatten im Juni 2017 begonnen. Anfangs hatte es noch Überlegungen gegeben, eine neue Brücke zu bauen, diese aber sind aus Kostengründen verworfen worden. Die Straße schließt nun an der Stelle an die Bundesstraße an, wo diese den Küstenkanal bereits über eine weitere Brücke überquert hat.


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