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Weihnachten als ambitioniertes Zeitziel anvisiert Richtbaum prangt über Mensa in Dissen

Von Petra Ropers | 30.06.2017, 15:12 Uhr

Ein großer, bunt geschmückter Richtbaum erhebt sich seit Donnerstag über dem Rohbau der neuen Schulmensa. Läuft alles nach Plan, dann soll zwei Tage vor Weihnachten der letzte Handgriff am Erweiterungsbau getan sein.

„Die Mensa erfüllt eine ganz wichtige Funktion im Schulzentrum“, betonte Bürgermeister Hartmut Nümann beim Richtfest in gut gelauntem Kreis. Rund 1,9 Millionen Euro fließen in die Erweiterung der bestehenden Mensa. Mit dem Anbau vergrößert sich die Nutzfläche von derzeit 225 auf künftig 925 Quadratmeter. Herzstück der neuen Mensa ist eine moderne Frischeküche, die im Neubau künftig 180 Schüler über zwei Ausgabestellen verpflegt.

Neues Lichtkonzept und Akustik

Der Altbau, der im Zuge der Bauarbeiten nach einem neuen Licht- und Akustikkonzept saniert wird, bietet weiteren 80 Schülern Platz. Die Küche selbst werde nach neuesten Standards eingerichtet und für eine unbestimmte Anzahl an Essen konzipiert, erklärte Architekt Andreas Austmeyer. Einen Vorgeschmack auf die Frische, die künftig in der Mensa auf die Teller kommen soll, gewährte Austmeyer der Verwaltung schon jetzt: Er überraschte Bürgermeister Nümann mit einem ganzen Korb voller Frische in Form von Obst. ( Weiterlesen: Dissener Gesamtschule: Mutig gegen das Vakuum)

Für die Gäste des Richtfestes hielt er zudem eine Reihe interessanter Zahlen bereit. So wurden für den Anbau rund 33 Tonnen Stahl und 330 Kubikmeter Beton verbaut. Und die Materialien heranzuschaffen, musste zunächst eine Hilfsbrücke gebaut werden. Ausgelegt war sie für eine Belastung von 60 Tonnen. Der schwerste Lkw sei mit einem Gewicht von 58 Tonnen darüber gerollt, freute sich der Architekt über die treffenden Berechnungen.

Mittig zwischen Erpen und Aschen

„Ende gut, alles gut!“ So weit wie in den Versen, die Jürgen Dreyer von der Firma Dieckmann vom Gerüst herunter rezitierte, ist es zwar noch nicht. Der Richtbaum hat seinen Platz jedoch schon eingenommen – und das, wie die Zimmerleute zufrieden anmerkten, „perfekt im Lot“. Mit ungewöhnlichen Richtungsangaben leisteten die Festbesucher dabei wertvolle Hilfestellung: „Mehr Richtung Aschen… Nein, das war zu viel! Ein Stück nach Erpen!“ Mittig zwischen Erpen und Aschen flattern nun die bunten Bänder im Wind.

Auf ihre Küche muss die Mensa zwar noch ein wenig warten. Ein großer Grill bot jedoch einen passenden Ersatz. Und die Besucher ließen sich gerne Würstchen und Salate schmecken. Der Dank des Architekten galt unterdessen den baubeteiligten Firmen: „Sie haben sich gesputet.“ Und sie werden auch weiterhin alles dran setzen, die ehrgeizige Zeitvorgabe einzuhalten. Denn bis zum 22. Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Austmeyers humorvolle Begründung: „Am 23. muss ich Weihnachtsgeschenke kaufen.“