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Vorreiterrolle im Landkreis Modellprojekt „Frühe Hilfen“ startet in Dissen

Von PM. | 18.07.2014, 20:16 Uhr

Die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ ist jetzt auch in Dissen gestartet. Neben Belm und Bramsche ist Dissen eine von drei Modellkommunen im Landkreis Osnabrück. Die „Frühen Hilfen“ zielen darauf ab, Eltern von Anfang an gut zu unterstützen.

Im Mittelpunkt der „Frühen Hilfen“ stehen insbesondere die ersten drei Lebensjahre von der Schwangerschaft an bis zur frühen Kindheit. Sie sind neben der alltagspraktischen Unterstützung auch ein Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenzen der Eltern und können bei Unsicherheiten helfen.In Dissen gibt es bereits ein breites Spektrum an Angeboten für junge Eltern. Diese umfassen zum Beispiel die Familienhebammen, die den Frauen schon während der Schwangerschaft zur Seite stehen, oder den Babybesuchsdienst, der den Eltern kurz nach der Geburt schon erste wichtige Informationen gibt. Mütter mit geringen Sprachkenntnissen können bei „Mama spricht Deutsch“ einfach Deutsch lernen, in den „offenen Cafés“ lernen Familien andere Eltern kennen und können sich zu Fragen wie zum Beispiel „Durchschlafen“, „Der erste Brei“, Kinderkrankheiten“ und vielen anderen Themen informieren.

Jetzt fand das Gründungstreffen im Dissener Rathaus statt. „Wir wollen die schon bestehenden guten Strukturen in Dissen um den Bereich der ‚Frühen Hilfen‘ ergänzen und hier speziell auf die Angehörigen der Gesundheitsbereiche zugehen und sie einladen, an dem Prozess für ein gesundes Aufwachsen von Kindern in Dissen teilzuhaben und ihn mitzugestalten“, sagte Marianne Daniels vom Kinder- und Familienzentrum Dissen. Besonders wichtig sei die wohnortnahe Unterstützung von Familien. Langfristiges Ziel ist es, die „Frühen Hilfen“ in allen Kommunen des Landkreises Osnabrück einzurichten.