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Jetzt sind die Bürger gefragt Südliches Osnabrücker Land will Leader-Region werden

Von Anke Schneider | 11.01.2022, 18:27 Uhr

Das südliche Osnabrücker Land möchte sich weiter entwickeln. Dazu braucht es neue Impulse. Bürger aus Bad Iburg, Bad Laer, Bad Rothenfelde, Dissen, Glandorf und Hilter sind nun aufgefordert, ihre Ideen einzubringen.

In den vergangenen zwölf Jahren habe das Südliche Osnabrücker Land eine starke Entwicklung hingelegt, heißt es in einer Pressemitteilung des Regionalmanagements Südliches Osnabrücker Land. Diesen Weg möchten die Kommunen in Zukunft fortführen.

Seit 2009 ist das Südliche Osnabrücker Land, kurz SOL, eine ILE-Region . Dieses Förderinstrument des Landes Niedersachsen läuft jedoch mit Ende des Jahres 2022 aus und wird nicht weitergeführt. Alle Regionen haben jetzt die Chance, sich als Leader-Region zu bewerben, und die möchte auch das SOL ergreifen. Leader steht für "Liasons entre actions de développement de l`économie rurale“, übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

Themenschwerpunkte

Um Leader-Region zu werden, muss ein Regionales Entwicklungskonzept, kurz REK, beim Land Niedersachsen eingereicht werden. Dafür haben die Kommunen Themenschwerpunkte identifiziert, in denen das SOL in den kommenden Jahren aktiv sein möchte. Zu den Themen Klima, Umwelt, Ortsentwicklung, Tourismus, Freizeit und Kultur sowie Gesellschaft, Wirtschaft und Versorgung können jetzt auch die Bürger der Kommunen ihre Meinung und neue Ideen einreichen.

Über die Kommentarfunktion auf der Online-Plattform https://mitmachen-sol.pro-t-in.de können neue Impulse für das REK übermittelt werden. „Das ist eine große Chance für die Bürger, den Kurs des Südlichen Osnabrücker Landes mitzubestimmen", erklärt Eugen Görlitz, Bürgermeister der Stadt Dissen. Die Vorschläge werden im weiteren Prozess mitberücksichtigt. „Das regionale Entwicklungskonzept ist Grundlage dafür, welche Projekte später von der Leader-Region gefördert werden können“, so Görlitz weiter.

Fördertöpfe der EU

Als Leader-Region stünde dem SOL ein festes Budget aus EU-Mitteln zur Verfügung, mit dem Projekte umgesetzt werden können. Die zu gründende Lokale Aktionsgruppe, kurz LAG, entscheidet basierend auf eigenen Förderrichtlinien, welche Projekte im SOL eine Förderung erhalten. Sie müssen in jedem Fall einen Bezug zu den festgelegten Themenfeldern haben. „Diese Themen haben für uns einen sehr hohen Stellenwert", wird Klaus Rehkämper, Bürgermeister der Gemeinde Bad Rothenfelde, in der Pressemitteilung zitiert. Er hat die bisherige Kooperation der Kommunen von Beginn an mitgestaltet.

"In anderer Konstellation haben wir uns diesen Schwerpunkten auch in den vergangenen zwölf Jahren als ILE-Region gewidmet. Wir sehen die Kooperation im Südlichen Osnabrücker Land auf einem guten Weg, den wir weiterverfolgen möchten. Leader ermöglicht uns das“, so Rehkämper weiter.

Dialog-Tische

Im Anschluss an die Online-Bürgerbeteiligung folgen die „Dialog-Tische“. Hier vernetzen sich Multiplikatoren aus den Themenschwerpunkten, um die Strategie für das Südliche Osnabrücker Land zu erarbeiten. Diese Strategie wird dann bei einer öffentlichen Regionskonferenz vorgestellt, bevor das Regionale Entwicklungskonzept geschrieben und Ende April beim Land Niedersachsen eingereicht wird.