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CDU verliert einen Sitz – Wahlbeteiligung in Dissen nur bei 50 Prozent UWG bleibt das Zünglein an der Waage

Von Stefanie Adomeit | 11.09.2011, 22:36 Uhr

Der Wahlsonntag war kein guter Tag für die Dissener Christdemokraten. Sie verlieren die Bürgermeisterwahl und auch im Stadtrat büßen sie einen Sitz ein. Die Stimmen sind offenbar zu Grünen und UWG gewandert. Für alle Parteien enttäuschend ist jedoch die geringe Wahlbeteiligung von nur 50,1 Prozent.

Die Unabhängige Wählergemeinschaft um Maren Öynhausen hat mit 9,5 Prozent der abgegebenen Stimmen ihren Anteil fast verdoppelt und wird darum in Zukunft zwei Sitze im Stadtrat haben. „Das ist eine Sensation“, freute sich die Vorsitzende Anna-Elisabeth Meyer Sonntagabend. Grund für das hervorragende Abschneiden könnte aus ihrer Sicht das junge Kandidatenteam sein, das die UWG aufstellte, aber auch die Arbeit der letzten Jahre im Rat. „Wir haben gezeigt, dass man mit uns gut zusammenarbeiten kann.“ Dabei setze die UWG nicht auf große Themen, sondern darauf, sich ihre Meinung von Sachentscheidung zu Sachentscheidung zu bilden.

CDU und SPD haben am Sonntag je neun Sitze im Stadtrat errungen, FDP und Grüne je einen. Damit bleibt die UWG das wichtige Zünglein an der Waage.

Meike Krüger von der CDU zeigte sich Sonntagabend ein wenig ratlos angesichts eines Stimmenverlusts von mehr als fünf Prozent. Dass das Minus mit den Querelen innerhalb der CDU im Jahr 2010 in Verbindung stehen könnte, hält die CDU-Vorsitzende für möglich, jedoch „seit einem Jahr stehen wir wieder geschlossen da. Vielleicht konnten wir das aber nicht ausreichend transportieren.“

Erfreut, gleichzeitig aber ein wenig frustriert, ist Janosch Kisch von den Grünen. Diese konnten zwar ihr Ergebnis von vier Prozent im Jahr 2006 auf jetzt 7,2 Prozent steigern. Für einen zweiten Sitz im Rat reicht es trotzdem nicht. „Aber unsere Arbeit geht weiter. Unsere Themen bleiben die regenerativen Energien und eine verbesserte Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungen.“

Mitglieder im neuen Rat:

CDU: Reiner Marjenau (663 Stimmen), Stefanie Hörning (605), Meike Krüger (303), Peter Lippold (152), Michael Kraak (94), Andreas Austmeyer (333), Jochen Meyer zu Drewer (215), Heiner Prell (197), Michael Menzel (315).

SPD: Hartmut Nümann (1508), Derk van Berkum (543), Gabriele Placke (103), Hans-Peter Voß (162), Andrea Spiering-Dyszack (231), Heinz-Günter Stolle (51), Marlies Penke (46), Helmut Kessler (96), Dieter Knostmann (191).

Grüne: Wilhelm Meyer zu Erpen (169).

FDP: Jürgen Dallmeyer (159).

UWG: Maren Öynhausen (598), Gizem Tugba Satir (99).