„Das ist ein guter Tag für uns“ Claas eröffnet neues Entwicklungszentrums in Dissen

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Dissen. Mit mehr als 100 Gästen aus Politik und Wirtschaft eröffnete die Konzernleitung des Landmaschinen-Herstellers Claas den Sitz des neuen Entwicklungszentrums Claas E-Systems in Dissen ein. „Das ist ein guter Tag für uns“, freute sich Bürgermeister Hartmut Nümann.

Fünf Hektar groß ist das Grundstück im neuen Gewerbegebiet in Dissen, das die Firma Claas gekauft hat. Es vereint das Entwicklungszentrum, in dem neue Technologien entwickelt werden, ein Umbauzentrum, in dem die Technik in die Fahrzeuge eingebaut wird und eine Teststrecke, auf der die Fahrzeuge mit der neuen Technik getestet werden können.

Carsten Hoff, Geschäftsführer der Claas E-Systems, erinnerte in seiner Ansprache von der Schwierigkeit, ein passendes Grundstück zu finden, nachdem die Suche nach einer Mietimmobilie gescheitert war. „Die Teststrecke war das Problem“, machte er deutlich, da die damit verbundene Lärmentwicklung eine Ansiedlung nahe Wohngebäuden unmöglich machte. Zudem sollte der neue Arbeitsplatz für die Mitarbeiter, die im Wesentlichen aus Harsewinkel und Gütersloh kommen, einigermaßen gut erreichbar sein.

Vor zwei Wochen haben dann die 170 Softwareentwickler, Ingenieure und weitere Spezialisten ihr neues Domizil in Beschlag genommen. Sie entwickeln hier Steuergeräte, Elektronik-Bauteile, Terminals, Kamera-Systeme, automatische Systeme zur Lenkung per Satellit und andere technische und elektronische Raffinessen, die die zunehmend digitalisierte Landwirtschaft noch effizienter machen sollen. „Hier wurde ein neues Kapitel der Agrartechnik aufgeschlagen“, sagte Landrat Michael Lübbersmann. In Niedersachsen gebe es zum Glück noch viele inhabergeführte Unternehmen, die hohe Innovationskraft und ein gesundes Exportbestreben an den Tag legten.

Bürgermeister Nümann lobte die Familie Claas als „Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes“: „Gott sei Dank gibt es in unserem Land noch Unternehmer, die selbst und aus eigner Kraft gestalten, statt sich an den Tropf des Staates zu hängen“, sagte er. Wirtschaftsminister Olaf Lies fügte an, dass es völlig egal sei, ob sich ein solches Unternehmen in Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen ansiedele. „Wichtig ist, dass es uns in Deutschland gelingt, Innovation voranzutreiben“, sagte er. Claas sei eine herausragende Marke, die zu Recht Weltmarktführer sei. Das Unternehmen habe weltweit 11300 Mitarbeiter und das seien 31 Prozent aller Beschäftigten in dieser Branche. „77 Prozent der Produktion gehen in den Export“, sagte Lies. „Wir sind sehr stolz, dass Sie hier sind.“

Thomas Böck, in der Claas Konzernleitung verantwortlich für Technologie und Systeme, führte aus, warum immer intelligenter werdende Systeme, die mit anderen Systemen vernetzt werden können, in der Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das Ziel, die Entwicklung voranzutreiben, sei aber nur mit Menschen zu erreichen, spielte er auf den Mitarbeiterstamm in Dissen an. Catharina Claas-Mühlhäuser, Juniorchefin der Claas-Gruppe und Aufsichtsratsvorsitzende, unterstrich, dass das Team aus Entwicklung, Umbau und Testern an einem Ort zusammensitze, was die Claas E-Systems sehr effizient mache.

Nach den Grußworten zur Eröffnung begab sich die Gästeschar vor das Gebäude, wo von der Konzertleitung symbolisch für das Wachsen und Gedeihen des rund drei Jjahre alten Tochterunternehmens ein Baum gepflanzt wurde. Dach wurden die Gäste in Gruppen durch das Gebäude geführt und konnten sich das ansprechend gestaltete Entwicklungszentrum anschauen.


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