Turbulenter Start Jan Wessels berichtet über den Aufbruch der IGS Dissen

Spannend für die „Starter“ der Hermann Freye Gesamtschule: Die Klasseneinteilung wurde bei der Willkommensfeier in der Aula bekannt gegeben. Archivfoto: Carolin HlawatschSpannend für die „Starter“ der Hermann Freye Gesamtschule: Die Klasseneinteilung wurde bei der Willkommensfeier in der Aula bekannt gegeben. Archivfoto: Carolin Hlawatsch

Dissen. Der Bericht von Jan Wessels, dem kommissarischen Leiter der Hermann-Freye-Gesamtschule, war der spannendste Tagesordnungspunkt der Schulausschusssitzung am Donnerstag und wurde von den Mitgliedern des Ausschusses mit Vorfreude erwartet.

„Die sechs Wochen, in denen der Schulbetrieb nun läuft, waren für uns alle ganz aufregend“, sagte er. Wessels sagte, wenn man zwei Schulen betreibe, laufe alles doppelt. „Es gibt wenig Synergieeffekte.“ Die Lehrer seien ausnahmslos abgeordnete Lehrer von insgesamt fünf Schulen. „Der Stundenplan muss deswegen mit den anderen Schulen abgestimmt werden, was gar nicht so leicht ist“, sagte er.

Netzwerk

Der kommissarische Schulleiter berichtete weiter, dass die Hermann-Freye-Gesamtschule Teil des Netzwerkes Gesamtschule sei, an dem sechs Schulen aus der Region beteiligt sind. Es gebe regelmäßige Treffen; die Aufaktveranstaltung habe Ende August in Osnabrück stattgefunden. „Der enge Austausch zwischen den Schulen tut gut“, hat Wessels festgestellt. Mehr aus Dissen im Netz

Die Schüler seien inzwischen auf einer Kennenlernfahrt gewesen und würden langsam zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen. „Wir haben eine tolle Schülergemeinschaft und eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern“, lobte er. Die Unterrichtsabdeckung sei noch nicht so gut, aber man könne in so kurzer Zeit nun mal keine perfekt laufende Schule gründen.

Förderverein

Für die Realschule berichtete Jan Wessels in seiner Funktion als Schulleiter, dass ein Förderverein gegründet wurde, und zwar für die Hauptschule, die Realschule und die Gesamtschule zusammen. Die Realschule werde nun langsam auslaufen, und da sei es gar nicht so einfach, noch Ziele zu entwickeln. „Unsere 125-Jahr-Feier am 7. Mai 2020 wollen wir aber noch ganz groß feiern“, sagte er mit einer kleinen Portion schwarzem Humor.

Auch die Hauptschule läuft aus und sie hat inzwischen keinen Schulleiter mehr. „Ich suche auch keinen mehr, denn die Lehrerschaft ist der Ansicht, dass das nicht mehr notwendig ist“, sagte Hartmut Nümann. Die Aufgaben eines Schulleiters hätten sich nun vier Lehrer geteilt, was sehr gut funktioniere.

Sprachlernklasse

Till Schlaack, stellvertretender Schulleiter der Grundschule, kündigte an, dass die Grundschule im Februar wieder eine Sprachlernklasse beantragen werde. Es seien viele rumänische Kinder eingeschult worden, die kein Deutsch sprächen. Weiterhin sei die Inklusion eine große Belastung für die Lehrer. „Wir haben 66 Kinder mit festgestelltem Förderbedarf, die meisten davon im emotional-sozialen Bereich“, sagte er.

Am Ende wurden dem Ausschuss die Schülerzahlen präsentiert. 415 sind es in der Grundschule (409 waren es in 2016), 135 in der Hauptschule (151 waren es in 2016), 307 in der Realschule (354 waren es in 2016) und 67 an der Gesamtschule.


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