Großstadtflair und Heimatkult „Dissen skurril“: Internationale Künstler und Engagement aus dem Ort

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Dissen. Mit „Heimatkult und Großstadtflair“ lockte das Stadtfest „Dissen skurril“ am Wochenende Besucher aus weitem Umkreis an. Das Motto auf einem Banner an der Rathausbühne traf voll ins Schwarze. Dafür sorgten hochkarätige Musiker und ein breites Engagement aus dem Ort.

Schon am Freitag präsentierte sich Dissen trotz wechselhaften Wetters in bester Partylaune. Denn der erste Abend des bunten Festwochenendes wartete bereits mit einem absoluten Highlight auf. „Dissen skurril“-Motor Ralf Sommermann hatte nicht geahnt, was geschehen würde, als er vor gut einem Jahr mit „Living Theory“ die wohl beste „Linkin Park“-Tribute-Band der Welt buchte. Nach dem Tod von Sänger Chris Bennington avancierte das Konzert der Italiener nun zu einer Hommage an den im Juli gestorbenen „Linkin Park“-Frontmann Chester Bennington, die sich kein Fan entgehen lassen konnte.

Großstadtflair dank internationaler Künstler

Zuvor rockten die Stuttgarter Band „Antiheld“ den Rathausplatz, der das Herzstück einer vibrierenden Dissener Festmeile bildete. Der Kanadier Adrian Tonceanu, Superstar Sugaray Rayford aus den USA und deutscher Reggae von Jahcoustix: „Dissen skurril“ zeigte mit internationalen Künstlern einmal mehr Großstadtflair. Der Dank des Bürgermeisters Hartmut Nümann galt Ralf Sommermann als Organisator für sein großes Engagement sowie der IHG und den vielen Sponsoren, ohne deren Unterstützung das Stadtfest nicht denkbar wäre.

Doch „Dissen skurril“ lebt nicht nur vom Großstadtflair durch internationale Künstler, sondern ebenso von der bunten Vielfalt heimischer Vereine und Institutionen. Gut gelaunt und mit kreativen Ideen bereicherten sie das Programm auf der Bühne und in der zur Budengasse umfunktionierten Großen Straße. Und dabei engagierten sich viele von ihnen zugleich für einen guten Zweck. So drehten Olli’s Triker zugunsten des Westfälischen Kinderdorfs ihre Runden.

Kleine und große Akteure auf der Bühne

„Dissen hat Gewicht“ lautete das Motto bei der Stiftung Dissen. Doch wie schwer ist nun der gesamte Dissener Stadtrat? Schätzen und rechnen war angesagt. Der Erlös der Aktion kommt der St. Mauritius-Kirche und dem neuen Gemeindezentrums St. Ansgar zugute. Für das Seniorenzentrum Dissen verwöhnte die Freie evangelische Gemeinde die Festbesucher mit Kaffee und Kuchen. Kindergärten, Schulen und die Tanzgruppen des TuS Bad Rothenfelde: Viele kleine und große Akteure trugen zum Bühnenprogramm bei.

Bei so viel Abwechslung ließ sich auch die Kuh Lieselotte den Besuch auf dem Stadtfest nicht entgehen. Mit dem Mathom-Theater aus Melle machte sie für die kleinen Festbesucher einen Abstecher zum Rathausplatz. Ohnehin ist „Dissen skurril“ stets ein Fest für alle Generationen. Spiel, Spaß und Abwechslung wartete vom Racer-Parcours des Jugendrotkreuzes über die „Fühlstraße“ des Lernstandorts Noller Schlucht bis zum Basteln von Papierfliegern aus alten Büchern mit dem Team der Stadtbücherei deshalb auf die Kinder.

Die Jugendlichen kamen erstmals beim Bullriding mit McDonald’s auf ihre Kosten. Und nicht nur die älteren Festbesucher blätterten interessiert im neuen Jahreskalender des Heimatvereins Dissen. Denn der greift mit alten Fotografien der Firma Homann ein Thema auf, das ebenso geschichtsträchtig wie aktuell ist. Entspannter Talk bei Cocktails und Leckereien, internationale Live-Acts, ein großer Flohmarkt am Sonntag und dazu drei Tage lang viele Aktionen von Dissenern für Dissener: „Dissen skurril“ ist eben „Großstadtflair und Heimatkult“ zugleich.


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