Musikalisch rasant Gut besuchter Auftakt des Dissener Jazzfestivals

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Erfrischend unkonventionell: die Swingin‘ Fireballs aus Bremen. Archivfoto: Detlef HeeseErfrischend unkonventionell: die Swingin‘ Fireballs aus Bremen. Archivfoto: Detlef Heese

cby Dissen. Gutes Wetter und glänzend aufgelegte Bands sorgten zum Auftakt des 20. Sparkassen-Jazz-Festival am Freitag in Dissen für grandiose Stimmung. Das zweitägige Open-Air-Event präsentiert auch diesmal ein breites Jazz-Spektrum, von treibendem Swing bis zu rasantem Boogie Woogie.

Fünf namhafte Bands geben sich in diesem Jahr bei dem vom Jazz-Club Dissen-Bad Rothenfelde veranstalteten Festival ein Stelldichein. Den Auftakt bestritt am späten Freitagnachmittag die „Cologne Jass Society“. Die Kölner Band beeindruckte vom ersten Akkord an mit ihrem virtuos swingenden New-Orleans-Jazz, mit dem sie den Größen der Traditionsära ihre Referenz erwies. Die energievollen Soli und das perfekt abgestimmte Zusammenspiel honorierte das Publikum mit rhythmischem Applaus, etwa bei der Jazz-Perle „The Song is ended“ oder dem furiosen Abschlussstück „Going Home“.

Wohlfühlatmosphäre

Für eine ungezwungene Wohlfühlatmosphäre und perfekte Open-Air-Kulisse sorgte zudem das Festivalgelände am Dissener Bahnhof. In dem zur Bühne hin geöffneten Zelt plauschten die Besucher in der Umbaupause und genossen dabei den lauen Sommerabend. Polsterstühle, Blumendeko, Weinkarte – die engagierten Festival-Organisatoren um den langjährigen Vereinsvorsitzenden Hans Biewener hatten an jedes Detail gedacht und freuten sich über die große Besucherzahl.

Mit den Swingin‘ Fireballs aus Bremen ging es im Anschluss auf der Bühne auf eine musikalische Achterbahnfahrt. Die achtköpfige Band, die 2004 am Festival teilnahm, strotzte nur so vor Energie und Spielfreude und überzeugte mit musikalischer Perfektion und einem stilistisch bemerkenswert breiten Spektrum. Sänger André Rabini setzte seine raue Stimme mit dem gewissen Sinatra-Appeal auch für kleine Entertainment-Einlagen ein, bis es wieder hieß „Are you ready, let`s go“. Eruptiv, erfrischend unkonventionell und stets mit treibender Rhythmik brach sich das musikalische Können der Band Bahn. Jedem Stück drückten sie ihren ganz eigenen Stempel auf, etwa bei Louis Armstrongs „What a wonderful world“, dass sie gekonnt zum Swingen brachten. Auch Nat Kings Coles „Mona Lisa“ präsentierten sie in einem gänzlich neuen musikalischen Gewand.

Programm von heute

Mit der Dutch Swing College Band und der Martijn Schok Boogie & Blues Band feat. Frank Muschalle stehen am heutigen Samstag weitere Jazz-Highlights auf dem Festivalprogramm.


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