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Unfall bei Speditionsfirma Acht Verletzte nach Explosion in Dissen


lori/ak Osnabrück. Im Dissener Gewerbegebiet im Landkreis Osnabrück hat es am Samstagmorgen eine Explosion gegeben. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Vorfall ist nun ein Fall für das Gewerbeaufsichtsamt.

Bei der Speditionsfirma Transthermos in Dissen ist es am Samstagmorgen gegen 10 Uhr zu einer Explosion gekommen. Dabei wurden mehrere Personen zum Teil schwer verletzt. Der anschließende Brand konnte durch ein Großaufgebot der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden. Die Flammen griffen nicht auf das Firmengebäude über.

Polizei bestätigt sechs Verletzte

Ein Sprecher der Dissener Polizei bestätigte auf Anfrage unserer Redaktion zwei Leicht- und zwei Schwerverletzte Firmenmitarbeiter. Letztere – ein 20 und ein 27 Jahre alter Mann – seien wegen ihrer Brandverletzungen mit dem Rettungshubschrauber nach Dortmund und Bochum ausgeflogen worden. Akute Lebensgefahr bestehe aber bei beiden nicht. Bei den Löscharbeiten verletzten sich außerdem zwei Feuerwehrmänner. Zwei Unbeteiligte, die sich im Bereich eines örtlichen Fastfood-Restaurants aufhielten, wurden durch umherfliegende Trümmerteile leicht verletzt.

Inzwischen besteht auf dem Gelände keine Explosionsgefahr mehr. Trotzdem sperrte die Polizei das Gewerbegebiet mehr als zwei Stunden lang weiträumig ab. Auf Twitter teilten die Beamten mit, Anwohner sollten Türen und Fenster geschlossen halten. Die Autobahn A33 wurde im Bereich Dissen zunächst komplett gesperrt. Durch die Explosion seien Trümmerteile auf die nahegelegene Straße geflogen, hieß es von der Polizei. Gegen 12 Uhr wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Wie die Polizei Osnabrück am Sonntagmorgen mitteilte, wurde das Gewerbeaufsichtsamt in Kenntnis gesetzt.

Wartungsarbeiten als Auslöser?

Handwerkerarbeiten könnten die Ursache für den Zwischenfall gewesen sein. Die Firma Transthermos ist auf den Transport von Tiefkühlprodukten und Speiseeis spezialisiert. Nach Angaben der Dissener Polizei führten am Samstagmorgen vier Mitarbeiter in einem Gebäudeanbau eine Wartung an einer Kälteanlage durch. Dabei musste Propangas abgelassen, mit Stickstoff heruntergekühlt und gereinigt werden. Wie es dabei zu der Explosion kam, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher.

Insbesondere die Befragung der verletzten Beteiligten könne Aufschuss über den genauen Hergang bringen.

Insgesamt waren an dem Einsatz mehr als 80 Polizisten, Feuerwehrleute und Sanitäter aus Dissen, Bad Rothenfelde, Hilter, Osnabrück und Melle beteiligt. Außerdem wurde eine sogenannte ABC-Einheit aus Gütersloh angefordert. Zu ihren Aufgaben gehört es, atomare, biologische und chemische Gefahren zu erkennen und zu bekämpfen. Die Polizei betonte aber, es habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch austretende Gase bestanden. Die Spezialeinheit setzte in Dissen eine Drohne ein, um den Schaden aus höherer Warte zu begutachten.


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