Politik wirbt bei Unternehmen für Standort Homann: In Dissen besteht ab sofort Baureife

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Homann-Devotionalien: Ein Frühstück mit Werbefigur Barbara Schöneberger. Foto: Jörn MartensHomann-Devotionalien: Ein Frühstück mit Werbefigur Barbara Schöneberger. Foto: Jörn Martens

Dissen. Wenn es Homann um ein rasches Baurecht für seinen neuen, zentralen Firmensitz geht, ist Dissen die erste Adresse. Das versicherten Bürgermeister Hartmut Nümann und Landrat Michael Lübbersmann der Verhandlungskommission des Feinkostriesen. Anlass war die vom Mutterkonzern Theo Müller geäußerte Befürchtung, für ein zügiges Baurecht auf der 16-Hektar-Fläche an der Autobahn gebe es keine Rechtssicherheit.

Am Donnerstag hatten die Betriebsräte von Homann und Tochter Emhage sowie die Landtagsabgeordneten aus dem Osnabrücker Land auf Einladung von Minister Olaf Lies im Wirtschaftsministerium über Argumente für einen Homann-Neubau am Standort Dissen gesprochen. Gemeinsam wollen Lies und die Abgeordneten Frank Henning (SPD), Filiz Polat (Grüne), Gerda Hövel (CDU) und Gabriela König (FDP) die Mitarbeiter bei ihrem Kampf um die 1200 Arbeitsplätze in Dissen und Bad Essen-Lintorf unterstützen. Das bestätigte Betriebsrat Andreas Straede auf Anfrage unserer Redaktion.

Auch Ministerpräsident Weil schaltet sich ein

Müller solle klargemacht werden, dass es gute Gründe für ein Abrücken von einer Schließung des Hauptwerks in Dissen gebe, der Standort wirtschaftlich sei. Ministerpräsident Stefan Weil wolle das Gespräch mit dem Müller-Konzern suchen.

Nach dem Treffen kamen zwei Mitarbeiter der Verhandlungskommission von Homann mit Landrat Lübbersmann und Bürgermeister Nümann zusammen. Thema: das Baurecht in Dissen. Beide Kommunalpolitiker machten den Vertretern des Lebensmittelfabrikanten klar, dass für das gewünschte Grundstück bereits jetzt die die Bau- und Planungsreife vorliege. „Sollte das Unternehmen sofort eine Bauvoranfrage stellen, können wir als Bauaufsichtsbehörde innerhalb von acht Tagen einen rechtsverbindlichen Bauvorbescheid erteilen“, erklärte Lübbersmann gegenüber unserer Redaktion.

Landrat: „Wir sind bereit“

Auch alle weiteren Schritte für einen zügigen Baubeginn in Dissen könne das Unternehmen sofort in Gang setzen. Das betreffe etwa die Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz, für die das Gewerbeaufsichtsamt zuständig ist. „Wir sind bereit. Jetzt muss das Unternehmen handeln“, betonte der Landrat. Bürgermeister Nümann bestätigte, dass der Dissener Stadtrat den entsprechenden Bebauungsplan am Mittwoch, 21. Juni, verabschieden will. (Weiterlesen: Dissen hält an Planung für Homann-Flächen fest)

Knappe Reaktion von Müller-Konzern

Die Reaktion des Müller-Konzerns zu dem Treffen fiel knapp aus. Pressesprecher Alexander Truhlar: „Wir kommentieren das nicht.“


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