Biodiversität braucht blühendes Leben Dissen stellt dem BUND Flächen für Bienen zur Verfügung

Von Christoph Beyer

In wenigen Wochen wird sich die Fläche am Rande des Dissener Industriegebiets zu einer Blühwiese verwandelt haben, auf der sich vor allem Insekten wohlfühlen werden. Darüber freuen sich (v. l. ) Matthias Beckwermert (BUND-KG-Geschäftsführer), Josef Hugenberg (BUND-KG-Vorsitzender), Henrich Kocks (Bauamtsleiter), Jürgen Dallmeyer (Bauausschussvorsitzender) und Michael Menzl (Bauausschussmitglied). Foto: Christoph BeyerIn wenigen Wochen wird sich die Fläche am Rande des Dissener Industriegebiets zu einer Blühwiese verwandelt haben, auf der sich vor allem Insekten wohlfühlen werden. Darüber freuen sich (v. l. ) Matthias Beckwermert (BUND-KG-Geschäftsführer), Josef Hugenberg (BUND-KG-Vorsitzender), Henrich Kocks (Bauamtsleiter), Jürgen Dallmeyer (Bauausschussvorsitzender) und Michael Menzl (Bauausschussmitglied). Foto: Christoph Beyer

cby Dissen. Dem zunehmenden Artenschwund entgegenwirken – an diesem Ziel arbeiten die Kreisgruppe Osnabrück des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Stadt Dissen. Bienenbündnis Süd nennt sich die Initiative, bei der städtische Flächen in blühende Refugien für die Tierwelt verwandelt werden.

Zartes Grün sprießt aus dem Boden an der Gräfenwiese am Rande des Dissener Industriegebiets. Bereits in wenigen Wochen wird es auf dem rund 2000 Quadratmeter großen Gelände summen und brummen. Insgesamt 42 verschiedene Kräuter- und drei Grasarten sind hier eingesät worden, darunter, etwa Glocken- und Flockenblumen, Winterkresse, Natternkopf sowie das „wollige Honiggras“.

Nahrungsgrundlage

Sie bilden die Nahrungsgrundlage für zahlreiche Insekten. Vor allem deren Zahl ist es, die in den vergangenen Jahren teilweise dramatisch zurückgegangen ist, mit Folgen auch für die heimische Vogelpopulation. Josef Hugenberg (BUND-KG-Vorsitzender), Matthias Beckwermert (BUND-KG-Geschäftsführer), Henrich Kocks (Bauamtsleiter), Jürgen Dallmeyer (Bauausschussvorsitzender) und Michael Menzl (Bauausschussmitglied) begutachteten jetzt die Fläche, bei der es sich um die erste von vier aktuell geplanten Flächen im Dissener Stadtgebiet handelt.

Mit Ihnen sollen ökologische Nischen ermöglicht und Biodiversität gefördert werden. Die städtischen Fraktionen unterstützen das Anliegen, Artenvielfalt zu fördern, und die Verwaltung ermittelte die geeigneten Flächen für die Einsaat. Das dafür genutzte Saatgut wurde von Forschern der Osnabrücker Fachhochschule speziell entwickelt und entspricht der ursprünglich heimischen Flora des Osnabrücker Landes.

Balkenmäher

Aktive des BUND nahmen die Einsaat vor, bei der eine bestimmte Grundmenge pro Quadratmeter aufgebracht werden musste. Danach wurde die Fläche mit dem Trecker gewalzt. Nach der Wachtumsphase wird die Blühwiese im Spätsommer mit einem Balkenmäher geschnitten, „Das ist notwendig, damit sich Pflanzen durchsetzen können, die sonst keine Chance haben,“ betonte Matthias Beckwermert. Vor allem die besonders schnell wachsenden Disteln würden den Kräutern ansonsten das Leben schwer machen.“ Mehr aus Dissen im Netz

Für ein Industriegebiet ist es natürlich eine besondere Bereicherung und zudem auch was fürs Auge,“ merkte Bauamtsleiter Heinrich Kocks an. Mit der Pflege der Flächen ist der BUND befasst, dessen Vertreter die Langfristigkeit des Projekts hervorhoben. Das Ziel sei, ein ganzes Netz von Blühwiesen um Dissen herum zu spannen. Auch die Stadt begrüßt es, wenn Privateigentümer und Firmen die Initiative unterstützen und eigene Wiesen mit regionalem Saatgut anlegen.