Gewerbepark „südlich A33“ Was passiert mit der für Homann vorgehaltenen Fläche in Dissen?

Von Horst Troiza

Freie Flächen in Dissen für Homann weiter vorhalten und die Planungen fortsetzen, als sei nichts geschehen, dafür plädierte der Planungsausschuss der Stadt. Foto: Michael SchwagerFreie Flächen in Dissen für Homann weiter vorhalten und die Planungen fortsetzen, als sei nichts geschehen, dafür plädierte der Planungsausschuss der Stadt. Foto: Michael Schwager

Dissen. Ungeachtet der Entscheidung über den zukünftigen Standort des Homann-Unternehmens hält die Stadt Dissen weiter an der Bauleitplanung für den Gewerbe- und Industriepark „südlich der A33“ fest. Nach Aussprache im Planungsausschuss empfahl die Mehrheit der Mitglieder die Fortführung des Verfahrens für den dritten Bauabschnitt.

Große Gefühlsausbrüche blieben aus, im Ausschuss wurde sachlich über die Tagesordnungspunkte zur Planung für den 3. Bauabschnitt diskutiert. Die Vertreter von CDU, UWG und SPD sprachen sich einhellig für die Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Bebauungsplan aus. „Wir wissen nicht, wie die Sache mit Homann ausgehen wird, doch wir sollten die Fläche auf jeden Fall zur Verfügung halten“, bezog Wolfgang Dettmer für die Christdemokraten Stellung.

Öffnung des Gewerbeparks

Er wandte sich damit gegen die Haltung von Wilhelm Meyer zu Erpen (B90/Grüne), der schon in der Vergangenheit eine Änderung der Planung und die Öffnung des Gewerbeparkgebietes für andere Interessenten gefordert hatte. „Vor einem halben Jahr habe ich vermutet, von der Unternehmensseite her besteht kein wirklicher Bedarf. Natürlich wünschen wir alle hier im Raum, es würde doch noch etwas damit werden. Aber auch von anderer Seite besteht Interesse an Gewerbeflächen hier im Ort“. Meyer zu Erpen bezog sich damit auf ein Ingenieurbüro, das seinen Firmenstützpunkt im Bereich des „Keilerwirtes“ ansiedeln möchte, was B90/Grüne aber lieber im Gewerbepark südlich der A33 sehen würde. Mehr aus Dissen im Netz

Heinz-Günter Stolle (SPD) sprach sich wie Dettmer für die Fortführung des Verfahrens aus: „Wir sollten nicht wortbrüchig werden und den Prozess zu Ende führen, auch wenn die Chance auf einen Verbleib des Unternehmens vielleicht gering ist.“ Jürgen Dallmeyer (UWG) empfahl ebenfalls, den eingeschrittenen Weg nicht zu verlassen. „Zudem haben wir auch in der Vergangenheit immer großzügig Gewerbeflächen vorgehalten – also sollten wir mit der Planung weitermachen. Schließlich ist der Grunderwerb getätigt und die Zinsen sind niedrig“, warf er einen Blick in die Zukunft. Im Anschluss empfahlen die Ausschussmitglieder mit Ausnahme von Meyer zu Erpen dem Rat, bei seiner nächsten Sitzung am 15. Mai den Beschluss zur Auslegung der Pläne zu fassen.

„Keilerwirt“

Gleiches auch bei den Tagesordnungspunkten zum Verfahren der Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gebiet „Keilerwirt“. Die Sache war wegen der Anfrage eines gegenwärtig noch in Osnabrück beheimateten Ingenieursbüros in Gang gekommen, das dorthin umsiedeln möchte. Die Verwaltung entwickelte daraufhin zusammen mit einem Planungsbüro Pläne zur Einrichtung eines Gewerbegebietes für den Dienstleistungsbereich. Auch diese Abstimmung wurde bei einer Gegenstimme für die Fortführung der Planungen entschieden.