Jazz aus Dänemark Bourbon Street Jazzband sorgt für viel Andrang in Dissen

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ebl Dissen. Normalerweise spielen sie in England, in den Vereinigten Staaten oder auch in Hongkong – doch diesmal gab sich die dänische Gruppe „Bourbon Street Jazzband“ die Ehre und sorgte für ein volles Haus im Dissener Jazz Club am Bahnhof – ganz zu Freude der Veranstalter, die sich sichtlich glücklich über den Verlauf des musikalischen Abends zeigten.

„Was für ein tolles Bild heute Abend. Ich freue mich, dass das Haus so voll ist – und das mit so einem sachkundigen Publikum“, hob der Vorsitzende des Jazzclubs Hans Biewener vor dem Auftritt hervor. Mehr als 130 Personen freuten sich bei diversen Kaltgetränken und einer gemütlichen Atmosphäre auf eine international anerkannte Band, die extra aus dem 600 Kilometer entfernten Silkeborg angereist war. (Weiterlesen: Dissener Jazz-Club bekommt schmackhafte Gesellschaft)

„Das Beste, was ich je gesehen habe“

Schon seit 61 Jahren steht die Bourbon Street Jazzband auf den Bühnen Europas. Im Gegensatz zu den heutigen Akteuren, gehören sie noch zur alten Schule der Jazzmusik, wie auch Saxophonspieler Finn Odderskov bestätigte: „Wir spielen traditionellen Jazz – das ist genau die Musik, die hier in Dissen gefragt ist.“ Auch der Schlagzeuger Heine Poulsen zeigte sich begeistert über die Location: „Wir waren zwar schon überall. Aber diese Atmosphäre hier ist einfach wunderschön – vielleicht sogar das Beste, was ich je gesehen habe.“ (Weiterlesen: Jazz-Clubs aus Dissen und Osnabrück arbeiten jetzt zusammen)

Hochkarätige Auftritte

Mit viel Humor, musikalischen Einlagen und dem ein oder anderen Solostück zogen sie die Sympathien des Publikums schnell auf sich. „Man merkt einfach, dass das alte Hasen sind“, erzählte Hans Biewener, der sich ziemlich glücklich zeigte, eine derartig anerkannte Band nach Dissen geholt zu haben. „Wir rufen die Bands an, ob sie hier auftreten wollen. Wir versuchen, unseren Gästen viele gute Gruppen zu präsentieren.“ Allein in diesem Jahr werden am Bahnhof zwölf Acts auftreten. Im August findet ebenfalls das zweitägige Jazzfestival statt, an dem hochkarätige Bands aus Deutschland und den Niederlanden ihr Können zeigen werden. „Man kann schon sagen, dass sich Dissen zu einer kleinen Jazz-Hochburg entwickelt hat – und darauf sind wir stolz“, so der Vorsitzende. (Rückblick: 2011 wurde der Jazz-Club Dissen-Bad Rothenfelde 25 Jahre alt)

Dänemark als Jazz-Hotspot

Den allerersten Auftritt im Dissener Bahnhof hatte die „Papa Bue’s Viking Jazzband“ im Jahr 1993, die ebenfalls aus Dänemark kam. Allgemein ist das Jazzgenre in Dänemark überaus populär. Das Land ist bekannt für seine lebendige Szene und die zahlreichen Festivals im Sommer. Auch in Silkeborg, Heimatstadt der Bourbon Street Jazzband, findet jährlich im Juni das „Riverboat Jazzfestival“ statt – und da darf die siebenköpfige Gruppe nicht fehlen.

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