Im August soll‘s losgehen IGS: Rat Dissen biegt auf die Zielgerade ein

Das Schulzentrum in Dissen beherbergt derzeit die Haupt- und Realschule. Nach den Sommerferien soll hier nach den Vorstellungen des Rates in Dissen eine IGS in gemeinsamer Trägerschaft mit Bad Rothenfelde den Betrieb aufnehmen. Archivfoto: Gert WestdörpDas Schulzentrum in Dissen beherbergt derzeit die Haupt- und Realschule. Nach den Sommerferien soll hier nach den Vorstellungen des Rates in Dissen eine IGS in gemeinsamer Trägerschaft mit Bad Rothenfelde den Betrieb aufnehmen. Archivfoto: Gert Westdörp

Dissen. Die beiden Nachbarkommunen Dissen und Bad Rothenfelde gehen weiter auf dem gemeinsamen Weg, in Dissen eine Integrierte Gesamtschule (IGS) einzurichten. Die Dissener Ratsversammlung verabschiedete am Montag einstimmig die Beschlüsse zur Schulträgerschaft, der Kostenbeteiligung sowie der Festlegung des Schulbezirks.

Die Tagesordnungspunkte die IGS betreffend gingen bei der Ratssitzung ohne Diskussionen über die Bühne. Nach Willen der Beteiligten soll die Schulform zum 1. August 2017 am Schulzentrum Dissen mit dem Unterricht beginnen. Die Beschlüsse legen den für die Gesamtschule in Frage kommenden Schulbezirk auf das Stadtgebiet Dissens und das Gemeindegebiet Rothenfeldes fest. (Weiterlesen: Dissener Rat will IGS zum nächsten Schuljahr klarmachen)

Anrecht auf einen Platz

Die Stadt Dissen verpflichtet sich, für die Nachbargemeinde die Aufgaben des Schulträgers mit zu übernehmen. Für Schüler, die in Rothenfelde leben und die IGS besuchen werden, wird die Gemeinde Schulgeld entrichten. „Jedes Kind aus Dissen und Bad Rothenfelde , das die IGS besuchen möchte, hat Anrecht auf einen Platz“, erklärte Dissens Bürgermeister Hartmut Nümann. Die Schule werde, solange sie freie Plätze habe, auch Schüler aus den umliegenden Gemeinden aufnehmen.

Bisher hat der Landkreis Osnabrück dem Vorhaben aus Dissen und Bad Rothenfelde ablehnend gegenüber gestanden. Ein Veto könnte der Landkreis allerdings nur einlegen, wenn dieser auch die Schulträgerschaft zu übernehmen hätte. Das Niedersächsische Schulgesetz bietet jedoch Nachbargemeinden, von denen eine nicht über einen Sek-1-Bereich verfügt, ein Zusammengehen an, wenn sie als Schulträger fungieren. Davon haben die beiden Südkreiskommunen nun Gebrauch gemacht.

„Auf der Zielgeraden“

Stefanie Hörning (CDU) sah das Vorhaben „auf der Zielgeraden“, Heinz-Günter Stolle (SPD) sprach von einem „Schlussstein“ der mit dem einstimmig gefallenen Votum des Rates für die Einrichtung einer IGS in Dissen gesetzt worden sei. Die nächste Ratssitzung in Bad Rothenfelde wird sich am 16. Februar mit dem Thema beschäftigen. (Weiterlesen: Bad Rothenfelde sagt „Ja“ zur IGS in Dissen)

Dissen hat im aktuellen Haushaltsplanentwurf 250000 Euro an Mitteln kalkuliert, die für den Start der IGS benötigt werden. Neben Umbauarbeiten und Sanierungen am Schulgebäude werden noch zusätzliche Mittel benötigt werden, etwa für Personal und Sachkosten. Der vorläufige Kostenrahmen für die Gemeinde Bad Rothenfelde liegt bei 55000 Euro. (Weiterlesen: Abstimmung mit Rothenfelde – Dissen räumt Gesamtschule oberste Priorität ein)

Landesschulbehörde gefragt

Jetzt warten die Beteiligten auf eine Antwort der Landesschulbehörde. „Dort muss unser Vorhaben genehmigt werden. Wir hoffen eigentlich in diesem Tagen mit einer Antwort“, gab sich Maria Schnieders, Fachbereichsleiterin Bildung, Betreuung und Soziales zuversichtlich.

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