Unterstützung aus Borgholzhausen 30 Minuten-Takt für den Haller Willem?

Für eine engere Taktung in Richtung Osnabrück wollen sich die Initiative Haller Willem und Borholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann stark machen. Archivfoto: Gert WestdörpFür eine engere Taktung in Richtung Osnabrück wollen sich die Initiative Haller Willem und Borholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann stark machen. Archivfoto: Gert Westdörp

Osnabrück/Borgholzhausen. Eine enge Taktung ist eine Voraussetzung, damit schienengebundener Nahverkehr zum Erfolg wird. Unterstützung für die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück erhielt die Initiative Haller Willem (IHW) jetzt aus Borgholzhausen.

Bei einem Treffen im Bahnhofsgebäude Borgholzhausen verabredeten Borgholzhausens Bürgermeister Dirk Speckmann und Vertreter der Initiative Haller Willem, gemeinsam bei den Aufgabenträgern in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen darauf zu drängen, eine Finanzierungsvereinbarung der beiden Bundesländer zu treffen und die technische Umsetzung vorzubereiten.

Die geplante Entwicklung des Industriegebietes im Umfeld des Bahnhofes werde zahlreiche Arbeitnehmer aus anderen Orten nach Borgholzhausen bringen, berichtete Speckmann. Für die könne der Haller Willem mit einem Halbstunden-Takt ein attraktives Angebot bieten, den Zug als umweltfreundliches Transportmittel zu wählen.

Auch Bürgermeister aus Hilter und Dissen gehen nach Angabe der Initiative davon aus, dass eine enger Taktung Beschäftigte von Firmen an der Haller-Willem-Strecke veranlassen könnte, auf die Bahn umzusteigen.

IHW-Sprecher Johannes Bartelt verwies darauf, dass von den Räten der Anliegerkommunen Beschlüsse für den 30-Minuten-Takt gefasst worden seien. Zudem sei das Anliegen in den Nahverkehrsplänen von Osnabrück und OWL berücksichtigt worden.

Der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies habe bereits im Sommer 2015 zugesagt, den Halbstunden-Takt für alle Osnabrücker Nahverkehrszüge zu verwirklichen. Entsprechend habe die Osnabrücker Planungsgesellschaft Nahverkehr (PlaNOS) mit den Vorbereitungen begonnen.

Nun komme es darauf an, , so Bartelt, dass auch in Nordrhein-Westfalen die Planungen vorangebracht würden. Deutliche Fahrgastzuwächse seien auch von Firma wie Storck und Gerry-Weber-Veranstaltungen zu erwarten.

Hoffnungen, mit dem seit Jahren verfolgten Ziel der Takt-Verdichtung auf dem Nordabschnitt des Haller Willem endlich voranzukommen, setzt die IHW auf ein für Januar verabredetes Treffen zwischen Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) und Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS). Selbst Einfluss nehmen wollen IHW und Bürgermeister Speckmann auf die Vorbereitung des für das kommende Jahr vorgesehenen ÖPNV-Bedarfsplan NRW. Dort müsse der 30-Minuten-Takt von Halle über Borgholzhausen bis Osnabrück eine deutliche Priorität erhalten.

Allerdings müssen auch die technischen Voraussetzungen stimmen: „Fliegende Kreuzungen“ und eine abschnittsweise Erhöhung der Streckengeschwindigkeit empfahl Pro -Bahn-Vertreter Martin Sturm für die Realisierung des 30-Minuten-Taktes.