Glühwein und Kekse am Karlsplatz Zuckerbäckermarkt verwandelt Dissen in Weihnachtslandschaft


ebl Dissen. Lichter erhellten die St. Mauritius-Kirche, es roch nach Glühwein und die Kinder hatten sichtlich Spaß beim Fertigen des Stockbrotes: Der Zuckerbäckermarkt lockte von Freitag bis Sonntag wie in jedem Jahr zahlreiche Besucher auf den Karlsplatz mitten in Dissen an.

„Das Besondere an diesem Weihnachtsmarkt ist, dass hier kein kommerzielles Interesse im Vordergrund steht: Alle örtlichen Vereine und Verbände haben hier ihren Stand und arbeiten ehrenamtlich“, betonte Rosemarie Rieke vom Heimatverein in Dissen.

Neben ihrem eigenen Angebot von Sängerpunsch bis hin zu selbst gemachten Plätzchen, waren alle Institutionen der Stadt vertreten: Die Kolpingsfamilie, die Mennoniten, die örtliche Grundschule oder das Triathlon-Team. Organisiert wird der Zuckerbäckermarkt von der lutherischen St. Mauritius-Kirchengemeinde sowie von der Stadt selbst.

Vielseitiges Rahmenprogramm

Typisch für den Zuckerbäckermarkt ist das vielseitige Rahmenprogramm: Neben Glühweinständen und Tannenbäumen am Karlsplatz sorgten der Posaunenchor aus Bad Rothenfelde sowie der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Borgholzhausen für reichlich musikalische Stimmung. In der St. Mauritius Kirche gab es noch mehr zu bestaunen: Chöre, Gospel-Singers und tänzerische Darbietungen lockten reichlich Zuschauer an.

Am Freitag machte Monika Strautmann mit ihrer Aktion „Nein – zu Gewalt gegen Frauen und Kinder“ für sich aufmerksam. Auch die Kleinen wurden bespaßt: Mit Bastelaktionen, einem Kasperle Theater und einer Feuerstelle für Stockbrot hatten die Kids viel Freude an der vorweihnachtlichen Veranstaltung.

Kaffee und Kuchen neben Zigarren

Für Dissener längst bekannt, aber für Neuankömmlinge eine Überraschung: Das Zigarrenmuseum, direkt neben der Kirche, war nicht nur für Fans der teuren Lötkolben einen Besuch wert: „Während der Zuckerbäckermarktes ist das Interesse groß. Es kommen auch Familien mit Kindern. Die hier ausgestellten Zigarren sind bis zu 50 Jahre alt und werden nicht verkauft“, erzählte Elke Hollmann von der Kirchengemeinde. Verkauft wurde trotzdem – nämlich süßes Gebäck – passend zum Markt. Doch das wahre Highlight verbirgt sich in einer Hintertür direkt hinter der Kasse: Ein kleines Café – fein dekoriert und unscheinbar: „Wir öffnen nur zweimal monatlich. Die Resonanz ist gut. Es kommen viele Leute“, so Hollmann.


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