Realschüler erinnern sich Klassentreffen in Dissen 50 Jahre nach dem Abschluss

Von Achim Köpp

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50 Jahre nach dem Schulschluss 1966 trafen sich jetzt ehemalige Schüler der Realschule Dissen. Foto: Achim Köpp50 Jahre nach dem Schulschluss 1966 trafen sich jetzt ehemalige Schüler der Realschule Dissen. Foto: Achim Köpp

Dissen. Einmal wieder Bahnfahren – für etliche der „Ehemaligen“ wohl eine lange nicht mehr geübte Fortbewegung, bei der die Mädchen und Jungen des Abgangsjahrgangs 1966 der Realschule Dissen richtig Zeit für den Austausch von Erinnerungen an die Jahre auf den harten Schulbänken bekamen. Denn erstes Ziel dieses Klassentreffens zum Schulschluss nach 50 Jahren hieß „Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde“, wo alsbald der Haller Willem einrollte, um in Richtung Sutthausen abzufahren.

Dafür hatten die Organisatoren das Motto „3 mal K“ – Kaffee, Kuchen, Klönen – ausgegeben, dem im dortigen Künstlerkaffee „Wilde Triebe“ ausgiebig gefrönt wurde. Schließlich hatte man sich in der Zusammensetzung zehn Jahre seit dem letzten Klassentreffen nicht mehr gesehen, wie Klassensprecher Wolfgang Dettmer berichtete.

Schuljahr endete im November

Thema unter den nun noch 29 von damals 46 Pennälern war erwartungsgemäß bis in den späten Abend nach einem guten Essen die Zeit in der Realschule an der Ecke Bahnhof-/Elisabethstraße, wo heute (noch) die „Teutoburger Wald-Schule“ junge Menschen ausbildet, mit einigen Besonderheiten, an die man sich jetzt gern erinnerte. So an das „Kurzschuljahr“mit dem Abgang nach nur acht Monaten, das im November endete. Und daran, dass mit der mittleren Reife in der Tasche ein fröhlicher Umzug durch Dissen folgte, wobei die Jungen in kurzer Hose liefen, während von textilen Besonderheiten der Mädchen nun nichts mehr laut wurde.

Auch einige Klassenfahrten kamen thematisch auf den Tisch: Zweimal ging es nach Hörnum auf Sylt in das „Fünf-Städte-Haus“, wohin der beliebte Lehrer Otto Biewener die Klassen begleitete. Eine letzte Fahrt führte in eine Jugendherberge bei Bodenwerder an der Weser. Weil dort in einem anderen Gebäudeteil eine reine Mädchenklasse einer anderen Schule untergebracht war, zog es natürlich einige Dissener Jungs des nachts dorthin.

Vom Lehrer erwischt

Doch es kam, wie es kommen musste, denn sie wurden von dem aufmerksamen Lehrer erwischt oder konnten sich ohne Kontakt mit dem anderen Geschlecht rechtzeitig verdrücken. Später mussten die Erwischten – wieder zuhaus in Dissen – als Strafe dafür vor der Schule Unkraut jäten. Auch die Schülerzeitung „Der Schulspiegel“ berichtete von den Übeltätern, aber ob das als abschreckendes Beispiel galt, ist nicht überliefert.

Viel zu erzählen hatten sie also alle, nicht nur aus den vergangenen 50 Jahren. Ohnehin haben die meisten immer noch trotz Beruf und Familie ihren Wohnsitz in und nicht weit ringsum von Dissen, wenn auch einige eine mehr oder weniger lange Anfahrt zum Treffen hatten. Auseinander gingen sie mit dem Versprechen, die Reihe der Klassentreffen fortzusetzen.


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