Visite auch im Rathaus Dissen EU-Abgeordneter Gieseke besucht Feuerwehrfahrzeugbauer

Jan Wendenburg (rechts) erklärt dem CDU-Europaabgeordneten Jens Gieseke die hydraulischen Spreizer bei der Firma Schlingmann Fahrzeugbau in Dissen. Foto: Hermann PentermannJan Wendenburg (rechts) erklärt dem CDU-Europaabgeordneten Jens Gieseke die hydraulischen Spreizer bei der Firma Schlingmann Fahrzeugbau in Dissen. Foto: Hermann Pentermann

Dissen. Er verschanzt sich nicht im europäischen Elfenbeinturm: Immer wieder zieht es den EU-Parlamentarier Jens Gieseke (CDU) in die Kommunen seines Wahlkreises. Am Freitag kam er zum ersten Mal nach Dissen.

„Ich möchte ein Europaabgeordneter vor Ort sein“, begründete Gieseke seinen Besuch, der ihn zunächst zu einem Meinungsaustausch mit Bürgermeister Hartmut Nümann und den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses ins Rathaus führte. Die Flüchtlingssituation und ihre Auswirkungen vor Ort waren dabei ein wichtiges Thema. Und sie beschäftigten auch die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes, die am Mittag mit Jens Gieseke und der Landtagsabgeordneten Gerda Hövel (CDU) die Firma Schlingmann besuchten.

Lippenbekenntniss nicht ausreichend

„In Brüssel ist die Erkenntnis, dass die Flüchtlingskrise nur gemeinsam zu lösen ist, leider noch nicht überall angekommen“, kritisierte Gieseke im Gespräch mit dem Stadtverband. Lippenbekenntnisse allein seien zu ihrer Bewältigung nicht ausreichend: „Wir müssen in Deutschland und in Europa zusammenhalten.“ Unerlässlich sei es dabei, vorhandenes Recht auch zu vollziehen, betonte er mit Blick auf die Rückführungen nach abgelehnten Asylanträgen. Die vor allem in Niedersachsen zwischen Ablehnungen und Rückführungen klaffende Lücke monierte auch Gerda Hövel: „Es kann nicht sein, dass die Kommunen aushalten müssen, was in den höheren Ebenen nicht geregelt wird.“ Der Besuch in Dissen bot für den Europaabgeordneten und die Landtagsabgeordnete unterdessen auch positive Ein- und Ausblicke.

„Hier wächst Zukunft“, erkannte Gieseke bei einer Besichtigung des Stammsitzes der 1880 gegründeten Firma Schlingmann, die sich seit 1985 ganz auf den Bau von Feuerwehrfahrzeugen konzentriert. Rund 30 Millionen Euro Umsatz im Jahr weist das Unternehmen aus, das jedes einzelne Fahrzeug individuell auf die Bedürfnisse der jeweiligen Feuerwehr abstimmt. „Die Gefährdungslage ist eben in jeder Kommune anders“, erklärte Jan Wendenburg, einer von zwei geschäftsführenden Gesellschaftern.

Kleine Überraschung

Gemeinsam mit Heiner Prell , Ehrenkreisbrandmeister und nebenamtlicher Kundenbetreuer der Firma Schlingmann, führte er die Gäste durch die Werkshallen. Und die hielten für Jens Gieseke eine kleine Überraschung bereit. Denn die große CNC-Fräse für Blechzuschnitte, die in einer der Hallen die aufwändige Handarbeit ersetzt, wurde gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. „Europa fördert Niedersachsen“, heißt es auf der Plakette, die der Europaabgeordnete sichtlich erfreut in Augenschein nahm.

Lob für Dissener Feuerwehrfahrzeugbauer

„Es ist sinnvoll, dass auch kleinere Unternehmen für innovative Arbeiten gestärkt werden“, betonte Gieseke. Sein ausdrückliches Lob galt dem Dissener Feuerwehrfahrzeugbauer: „Hier kommen Tradition und Innovation zusammen.“


Blaulichtradar: Was ist in Ihrer Region passiert?
Was soll angezeigt werden?
current-position

0 Kommentare