Staub und fahrerisches Können Stoppelfeldrennen in Aschen

<em>Rennfieber</em> auf staubigen Ackerboden. Foto: ArchivRennfieber auf staubigen Ackerboden. Foto: Archiv

Dissen. Seit Wochen wird in Scheunen, Schuppen und Garagen mit Elan gebastelt und geschraubt. Am Wochenende ist es soweit: In Aschen regiert wieder das Rennfieber! Am Samstag und Sonntag, 3. und 4. August, gehen zwischen Dahauser Straße, Kampweg und Südring die robusten Boliden zum Stoppelfeldrennen an den Start.

Reifen graben sich durch den staubigen Ackerboden. Heulende Motoren übertönen die anfeuernden Rufe der vielen Schaulustigen: Am Samstag ab 10 Uhr und am Sonntag ab 12 Uhr gibt die Ampel die Bahn frei für spannungsgeladene Läufe. Rund 130 Starts in offener Klasse, Eigenbau, Serienklasse und Jugendklasse erwarten die Organisatoren der „Gruppe 6“ unter der Rennleitung von Martin Schollmeyer.

Staub, PS und fahrerisches Können gingen in Dissen schon früh eine publikumswirksame Verbindung ein: Seit 33 Jahren driften die Wagen mit Vollgas durch die Kurven. Vom Rennfieber ließ sich in dieser Zeit auch die Dissener Feuerwehr anstecken. „Der Wald brennt“, fürchteten besorgte Bürger, als beim ersten Stoppelfeldrennen der Röwekamp in einer dichten Staubwolke versank. Das Löschfahrzeug war schnell zur Stelle. Doch die Schläuche blieben aufgerollt. Denn die brennende Leidenschaft für heiße Rennen ließ sich ohnehin nicht löschen.

Angebote für Kinder

Seither sind die Feuerwehr-Kameraden bei jedem Rennen zur Stelle – manchmal auch, um sich selbst hinter das Steuer zu setzen. Tradition hat auch das Engagement der Dissener Kindergärten, die erneut für die Kinderbetreuung am Rande der Rennstrecke sorgen. Mit den Vorläufen und dem Langstreckenrennen um den „Kuhlenbeck Cup“ beginnt am Samstag das Rennwochenende. Die Startaufstellung für die ersten drei Läufe ermittelt der Zufallsgenerator. Danach entscheidet die Punkteverteilung.

Die Spannung steigt bis zu den Endläufen der acht Punktbesten jeder Klasse. Auf den Sieger der Serienklasse wartet der begehrte Franz-Pickel-Pokal. Die Fahrzeuge der Serienklasse sind zudem startberechtigt für das Langstreckenrennen um den Kuhlenbeck-Cup, der am Samstagabend über zehn Runden ausgefahren wird. Nach der Ehrung des Cup-Siegers ist beim „Rock am Ring“ Partystimmung bis Mitternacht angesagt. Ein Motorsport-Frühschoppen eröffnet den zweiten Renntag, bevor die Fahrer zu den nächsten Läufen in allen vier Klassen auf den Acker gehen.

Pokale für die einen, das traditionelle Schlammbad für die anderen: Die Siegerehrung rundet am Abend das Rennsportereignis ab. Der Eintritt zum Stoppelfeldrennen ist frei. Der Erlös aus Essen- und Getränkeverkauf kommt den Dissener Kindergärten zugute. Für die Besucher ist ein großer Parkplatz am Südring eingerichtet. Bei Regen stehen Parkplätze im Industriegebiet zur Verfügung. Ein ausdrücklicher Dank gilt unterdessen den Sponsoren, ohne deren Unterstützung das Aschener Stoppelfeldrennen nicht denkbar wäre.


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