Feier der Mauritius-Gemeinde im Oktober Dissener Lutherhaus bald schöner und energiesparend

Von Frank Muscheid

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Volker Hehmann und Christoph Dierker tauschen die Fenster im Lutherhaus aus. Foto: Frank MuscheidVolker Hehmann und Christoph Dierker tauschen die Fenster im Lutherhaus aus. Foto: Frank Muscheid

Dissen. Das letzte von 27 neuen Fenstern ist drin. Auch die beiden Eingangstüren haben die Mitarbeiter der Tischlerei aus Hagen-Ohrbeck jetzt am Lutherhaus der evangelischen Kirchengemeinde St. Mauritius in Dissen ersetzt. Seit Anfang Juni wird das vor allem energetisch saniert. Zur offiziellen Einweihung laden Kirchengemeinde und Pastorin Susanne Holsing am 18. Oktober ein.

Der alte Teil des Lutherhauses stammt von 1865 – und steht unter Denkmalschutz. „Wir reißen hier die alten Holzfenster raus“, erklärt der Hagener Tischler Volker Hehmann, der kürzlich mit dem Auszubildenden Christoph Dierker aus Hellern behutsam die im Juni freigelegten Sandstein-Fensterrahmen von Resten reinigt. Es habe damals einige Mühe gekostet, die dunkle, schwere Farbe von Naturstein-Rahmen und -Sockeln abzubekommen, sagt Pastorin Holsing. „Nun dämmen wir die Fensterrahmen und setzen die neuen Kunststofffenster winddicht ein“, erklärt Hehmann.

Fenster nach außen

Das besondere: Auch die neuen Fenster gehen wie die historischen nach Außen auf. Aufwendig ist auch die Haupteingangs-Tür. Sie wurde wie das Original aus Holz gefertigt. Fassade und Räume wurden neu gestrichen, Lampen ausgetauscht und ein Telefonkabel umgelegt. Um die energetische Sanierung komplett zu machen, wurden die Heizkörpernischen gedämmt. Angefasst wurde zudem der Anbau von 1974, der schon Kunststofffenster hatte: Fensterflügelgröße und Verglasung haben die Handwerker ausgetauscht. Gerüstbauer, Steinmetze, Maurer, Elektriker, Maler und Tischler gaben sich seit Juni die Klinke in die Hand.

150000 Euro investiert

Die Bauleitung hat Architekt Ralf Finkemeyer vom kirchlichen Amt für Bau- und Kunstpflege in Osnabrück. Der Bauausschuss der St. Mauritius-Gemeinde hatte mit ihm zusammen das Sanierungskonzept entwickelt. Auf die Finanzierung des Konzepts habe die Kirchengemeinde lange hingearbeitet, so Holsing: „Anträge auf Zuschüsse wurden von der Klosterkammer Hannover und vom Amt für regionale Landentwicklung abgelehnt. Schließlich hat der Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte in diesem Jahr die Übernahme eines Großteils der 150000 Euro zugesagt.“

Kostenersparnis im Blick

Längst nicht alle Bauvorhaben könnten vom Kirchenkreis bedacht werden. Den restlichen Betrag bestreite die Kirchengemeinde aus freiwilligem Kirchgeld und Grundstücksverkäufen. Auf lange Sicht soll die Maßnahme erheblich Kosten sparen: Seit Februar 2014 wird der Verbrauch von Strom, Wasser und Wärme in Kirche und Gemeindehaus genau dokumentiert, so Susanne Holsing. „Wir versuchen den Verbrauch jetzt zusätzlich durch ständiges Schließen des Windfangs, Drosselung der Heizung und kontrolliertes Lüften zu verringern.“


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