„Nicht zerfleischen“ Dissen: Öynhausen will im Albertinen-Streit schlichten

Von Achim Köpp

Aktiv für eine funktionierende medizinische Notfallversorgung in Dissen (v.l.): Wilfried Meyer, Maren Öynhausen und Meike Krüger. Bildcombo: NOZAktiv für eine funktionierende medizinische Notfallversorgung in Dissen (v.l.): Wilfried Meyer, Maren Öynhausen und Meike Krüger. Bildcombo: NOZ

Dissen. Mit dem Versuch einer Schlichtung im Streit zwischen dem Albertine-Fördervereinsvorsitzenden Wilfried Meyer und der CDU-Kreistagsabgordneten Meike Krüger brach Maren Öynhausen bei der Mahnwache am letzten Freitag vor dem Rathaus eine Lanze für den Zusammenhalt der Kämpfer für eine medizinische Grundversorgung in Dissen.

„Um unser gemeinsames Ziel zu erreichen“, rief sie den etwa 100 zur Demo Erschienenen zu, „wollen wir uns doch nicht zerfleischen!“ Öynhausen: „Wir, der Rat der Stadt Dissen, haben den Antrag für die kurzfristige Übernahme der Trägerschaft für eine Portalklinik durch den Landkreis Osnabrück auf den Weg gebracht. Meike Krüger hat ihn dann im Kreistag eingebracht. Das hört sich alles so einfach an, aber von Anfang an war ziemlich klar, dass er keine Mehrheit finden würde. Denn sie stand allein für uns aus Dissen und den Südkreis gegen den gesamten Kreistag, gegen die Kolleginnen und Kollegen ihrer eigenen Partei und letztlich auch gegen die bittere Realität, die uns von Hannover diktiert wurde.“

Sorgsamkeit im Umgang

Man habe Meike Krüger, als sie nach der Sitzung im Kreishaus gehetzt zur Ratssitzung eintraf, die Erschöpfung deutlich ansehen können, stellte Öynhausen fest: Man könne der Ansicht sein, dass man sich nicht wählen lassen müsse, wenn einem die Ratsarbeit zu anstrengend ist. „Aber wir im Rat arbeiten schon lange miteinander“, rief sie, „und es ist uns wichtig, sorgsam miteinander umzugehen. Deshalb danke ich Meike Krüger ganz ausdrücklich dafür, dass sie für uns diesen Antrag eingebracht hat. Wir haben es jedenfalls versucht!“

Zorn über Fremdbestimmung

„Was nach wie vor bleibt und uns auch antreibt“, fuhr sie fort, „ist der Zorn, wie über unsere berechtigten Interessen bestimmt wird, und vor allem, dass alles angeblich zu unserem Wohl veranstaltet wurde oder werden soll.“

„Ungereimtheiten„

„Eigentlich“, so Öynhausen, „wollen wir uns nur auf eine zufriedenstellende Gesundheitsversorgung verlassen können, denn schließlich zahlen wir unser ganzes Leben lang dafür. Aber je mehr man nachbohrt, desto mehr Ungereimtheiten kommen ans Tageslicht! Deshalb ebenfalls herzlichen Dank an Wilfried Meyer, dass er nicht nachlässt, Chancen aufzuspüren. Er macht sich damit wahrhaftig nicht beliebt, aber seine Aktivitäten vermitteln zumindest das gute Gefühl, alles erdenklich Mögliche für Dissen und den Südkreis getan zu haben. Und das sollten alle, denen er auf die Nerven geht, berücksichtigen.“

Hoffnung stirbt zuletzt

Ihren Zuhörern rief Öynhausen abschließend zu: „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wir in Dissen werden im neu zu gründenden Arbeitskreis Gesundheit weiter überlegen, was wir tun können, um die medizinische Versorgung in unserer Region zu sichern. Wir freuen uns auch über Ihre guten Ideen und Hinweise.“