Town Tour und Talentshow Dissen: Englische Sprachwoche an der Realschule

Von Danica Pieper

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Dissen. Statt Deutsch, Mathe oder Geschichte hieß in für die Siebtklässler der Dissener Realschule in dieser Woche Englisch, Englisch, Englisch. Zum dritten Mal besuchten Muttersprachler der „Lingua Projects“ die Schule und versuchten den Jugendlichen mit allerlei Aktivitäten die Angst vorm Sprechen zu nehmen.

Diese Woche werden die Siebtklässler der Dissener Realschule sicher nicht so schnell vergessen, denn statt ihrer Lehrer übernahmen zwei englische Muttersprachler den Unterricht. Natasha Todd aus dem englischen Canterbury und Bert Smith aus dem US-Bundesstaat Minnesota waren im Rahmen der „Lingua Projects“ in Dissen zu Gast. Die Initiative schickt die sogenannten „Native Speakers“ in Schulen, damit sich diese mit den Schülern unterhalten – in ungezwungener Atmosphäre und ganz ohne Leistungsdruck: „No Stress“, betont Koordinator Clifton Hunt.

Um die Jugendlichen zum Sprechen zu bewegen standen statt Grammatik und Vokabeln eine Reihe ungewöhnlicher Aktivitäten auf dem Programm, wie Rollenspiele oder das Kochen englischer Nationalgerichte. Ein Höhepunkt war die „Town Tour“, beziehungsweise Stadtführung, durch Bad Rothenfelde, bei der die Schüler ihren Gastlehrern die Sehenswürdigkeiten zeigten: „Wir hatten sehr viel Spaß, vor allem an den Salinen. Die sind umwerfend“, meinte Todd lachend.

Theaterstücke

Daneben übten die Jugendlichen vor allem für ihre Abschlusspräsentation, bei der sie demonstrierten, was sie schon alles gelernt haben. „Sie zeigen ihre Sprachkenntnisse auf der Bühne, vor ihren Eltern und ihren Mitschülern“, erklärte Todd. Zu diesem Zweck hatten die Siebtklässler zwei kurze Theaterstücke vorbereitet. Während Smiths Klasse das Treiben in einem Fast-Food-Restaurant zeigte, stellte Todds Klasse eine Talentshow auf die Bühne, inklusive Hip-Hop-Tanz und Akrobatik. Favorit der Jury war jedoch die Imitation der Zeichentrickfigur „SpongeBob“. Einzig „Dieter“, der „Bad Guy“, konnte keiner Darbietung etwas abgewinnen und vergab jeweils einen mageren „Point“.

Motivation für den Unterricht

Es war bereits das dritte Mal, dass die Dissener Realschule „Lingua Projects“ zu Gast hatte. Die Muttersprachler vermittelten nicht nur Landeskunde, sondern nehmen den Schülern auch die Hemmungen vorm Sprechen, so Englischlehrerin Ute Sommer: „Das motiviert für den Englischunterricht.“ Die beiden Gastlehrer lobten ihre Schüler: „Sie sind sehr gut in Englisch, auch wenn sie am ersten Tag noch gesagt haben ‚Ich spreche kein Englisch‘“, berichtete Smith. Auch die Jugendlichen schlossen ihre Gäste spürbar ins Herz und entließen sie erst nach vielen gemeinsamen Erinnerungsfotos.


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