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21.11.2014, 18:13 Uhr GEGEN DIE MEDIZINISCHE WÜSTE

Notfallversorgung im Südkreis nach dem Dissener Klinik-Aus


Ein Krankenwagen im Einsatz. Foto: dpaEin Krankenwagen im Einsatz. Foto: dpa

Dissen. Welcher Südkreis-Bewohner hat sich in den letzten Monaten nicht wenigstens einmal ausgemalt, wie es denn so wäre, wenn ein Familienmitglied plötzlich zum medizinischen Notfall würde – wenn er es nicht schon erlebt hat. Die Wespe im Saftglas (es wird auch wieder Sommer) oder die plötzliche Ohnmacht reichen dafür aus. Ein mulmiges Gefühl, oder?

Denn der nächste Anlaufpunkt für solche Fälle ist in die Ferne gerückt. Osnabrück, GMHütte oder Halle sollen den Beinbruch richten. Ausgerechnet Halle: Wer Bad Rothenfelder Patienten dorthin schickt, war noch nie in Borgholzhausen-Bahnhof. Längere Fahrtzeiten, überfüllte Kliniken, noch längere Wartezeiten sind die Folge, so viel steht schon nach fünf Wochen fest.

Gebt endlich Ruhe, das Ding ist gelaufen, mögen manche den unverdrossen kämpfenden Verdrossenen sagen, die auch angesichts der geplanten Blitz-Bettenstreichung aus dem Krankenhausplan nicht resignieren wollen. Und ja: Fakten sollte man akzeptieren.

Dann aber bitte auch den, dass der Südkreis nicht zur Notfallversorgungswüste versanden darf.


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