Gläubigerausschuss vertagt sich Noch keine Klarheit über Investoren für Klinik Dissen

Von Stefanie Adomeit

Das Land Niedersachsen verteilt in diesem Jahr 120 Millionen Euro Fördermittel, aber nicht an alle Krankenhäuser. Das Klinikum in Dissen geht leer aus und steht nun vor dem Aus. Foto: Hermann PentermannDas Land Niedersachsen verteilt in diesem Jahr 120 Millionen Euro Fördermittel, aber nicht an alle Krankenhäuser. Das Klinikum in Dissen geht leer aus und steht nun vor dem Aus. Foto: Hermann Pentermann

Dissen. Der Gläubigerausschuss des Klinikums Osnabrücker Land hat getagt ohne Beschlüsse zu fassen.

Eine Entscheidung über die Zukunft des Standortes soll demnach erst in der kommenden Woche fallen. Das teilte die Presseagentur der Klinik am Mittwoch mit.

Ursprünglich sollte es heute Klarheit über interessierte Investoren geben. Die Frist für Interessenten ist abgelaufen, die Offerten sollten dem Gläubigerausschuss vorgestellt werden, der diese bewerten sollte. Das verzögert sich nun offensichtlich. Besetzt ist der Ausschuss mit der Hausbank, der Agentur für Arbeit und dem Betriebsratsvorsitzenden Hans Kemper.

Träger des Hauses ist das Klinikum Osnabrück , das eine Planinsolvenz für das Klinikum Osnabrücker Land beantragt hatte.

330 der 480 Mitarbeiter dürften bei einem Aus für das Klinikum Osnabrücker Land ihren Arbeitsplatz verlieren. Für die anderen gibt es eine Beschäftigungsperspektive am Standort Georgsmarienhütte des Klinikums Osnabrücker Land, wohin 32 Betten der Inneren Abteilung aus Dissen verlegt werden sollen.

Das Sozialministerium und die Krankenkassen wollen nach eigenen Angaben „ausreichende Mittel für einen Sozialplan zur Verfügung stellen“. Dieser soll nach NOZ-Informationen mit 3,4 bis 4 Millionen Euro ausgestattet werden.

Dissen und der Südkreis sowie das benachbarte Ostwestfalen hoffen weiter auf eine Lösung in letzter Sekunde. Auch vergangenen Freitag protestierten wieder Hunderte Bürger und Mitarbeiter vor dem Rathaus. Und auch diesen Freitag um 16 Uhr werden die Unterstützer der Klinik ihren Erhalt anmahnen.