Notsicherung für 1200 Euro Dissen: Verein engagiert für den Frommenhof

Von Achim Köpp

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Dissen. Seit etwa 30 Jahren liegt der Frommenhof, eine der Keimzellen von Dissen aus dem Jahr 1180, im Dornröschenschlaf. Beinahe schutzlos der Witterung und anderen Einflüssen ausgesetzt, bietet die nach dem Feuer im Jahr 1832 – als mit ihr halb Dissen abbrannte – neu errichtete Hofstelle einen beklagenswerten Anblick. Damit keine weitere Feuchtigkeit in die Gebäude eindringen kann, hat der Frommenhof e.V. jetzt den Efeu-Bewuchs von den Dächern und Fassaden entfernen lassen, die Kosten in Höhe von 1200 Euro übernommen und gleichzeitig bei der Gelegenheit die Dachziegel richten lassen.

Zur Notsicherung der im Besitz der Stadt Dissen und der NLG befindlichen Immobilie war dieses jetzt nach der im Januar erfolgten Abdeckung von Teilen des Daches mit einer Plane mit Kosten in Höhe von 2200 Euro bereits die zweite Finanzspritze des Vereins in diesem Jahr. Immer noch wird ein Investor für die denkmalgeschützten Gebäude gesucht – bislang Fehlanzeige. Zur besseren Vermarktung ließ der Verein deshalb vor wenigen Tagen eine Werbetafel auf dem Grundstück aufstellen.

Der 2003 gegründete Verein Frommenhof e.V. mit seinen heute etwa 100 Mitgliedern kümmert sich um den Erhalt des historischen Anwesens im Zentrum der Stadt. Wie die Vorsitzende Petra Weitzel mitteilte, müssten weiterhin Löcher in den Fassaden fachmännisch geschlossen werden, um Vandalismus und weiteren Schäden vorzubeugen. „Wir prüfen derzeit, gegebenenfalls auch dafür die Kosten zu übernehmen“, erklärte Weitzel.


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