Verbesserung im Gewerbegebiet Förderzusage für schnelles Internet in Dissen

Bürgermeister Hartmut Nümann, Stadt Dissen a.T.W (v. l.), die Kreistagsabgeordnete Meike Krüger, sowie der Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück, Stefan Muhle, freuen sich auf schnelleres Internet.Bürgermeister Hartmut Nümann, Stadt Dissen a.T.W (v. l.), die Kreistagsabgeordnete Meike Krüger, sowie der Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück, Stefan Muhle, freuen sich auf schnelleres Internet.

Dissen. Der Breitbandausbau in Dissen kann realisiert werden. Das teilte der Landkreis Osnabrück anlässlich einer Ortsbesichtigung mit. „Ein schnelles und leistungsfähiges Internet gehört zu den wichtigsten Standortfaktoren“, sagte der Erste Kreisrat des Landkreises Osnabrück, Stefan Muhle. Profitieren werden vor allem Gewerbebetriebe.

Für den ländlichen Raum sei es wichtig, nicht von der modernen Entwicklung abgehängt zu werden. „Das Industriegebiet Dissen-Süd und private Haushalte werden von diesem geplanten Breitbandausbau profitieren und über eine zukunftsfähige Infrastruktur verfügen“, so Muhle. Durch einen erfolgreichen Förderantrag an den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) könne die bisherige Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von 104158 Euro gedeckt werden, sagte der Erste Kreisrat. Die NBank stellt für das Projekt 52079 Euro aus der EFRE-Förderung bereit. Die Stadt Dissen und der Landkreis Osnabrück stellen gemeinsam noch einmal die gleiche Summe zur Verfügung.

Die Gewerbebetriebe aus dem Industriegebiet Dissen-Süd hatten sich wiederholt über die mangelhafte Breitbandversorgung beschwert. Der Landkreis hatte daher in Abstimmung mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land, WIGOS, und der Stadt Dissen den EFRE-Förderantrag für den Breitbandausbau gestellt. Mit den Mitteln soll die Entwicklung des Industriegebiets vorangetrieben werden.

Den Breitbandausbau wird die Deutsche Telekom nun in den kommenden zwölf Monaten realisieren, wie die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung schreibt. In Dissen werden fünf Kabelverzweiger mit Glasfaserkabel angeschlossen und dann mit moderner VDSL-Technologie ausgestattet. Damit sind im Gewerbegebiet zukünftig Bandbreiten zwischen 16 und 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Ferner ist der geplante Breitbandausbau für die Betriebe als Schritt in Richtung Glasfaserdirektanbindung zu sehen.

Das Industriegebiet Dissen-Süd ist eines der größten Gewerbegebiete im Landkreis Osnabrück. Die 55 dort ansässigen Betriebe beschäftigen rund 3000 Arbeitnehmer. Neben den Gewerbebetrieben können im Ausbaugebiet künftig auch noch rund 350 private Haushalte die hohen Bandbreiten buchen.


Kabelverzweiger sind die dem Kunden am nächsten gelegenen Knotenpunkte im Telekommunikationsnetz. In ihnen werden die Hausanschlussleitungen der einzelnen Kunden zusammengeführt und mit dem übergeordneten Netz verbunden. Es handelt sich dabei um Technikschränke an Straßen und Gehwegen. Bisher sind die Kabelverzweiger über Kupferleitungen mit dem restlichen Netz verbunden, und auch die Hausanschlussleitungen sind aus Kupfer. Da bei diesem Material jedoch die Leistungsfähigkeit mit jedem Meter Länge abnimmt, ist ab einer Länge von rund fünf Kilometern zwischen Hauptverteiler und Kunde meist kein Breitband-Internet mehr realisierbar. Glasfaser hat diese Problematik nicht.

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