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Ein Highlight zum Abschluss des Jubiläumsjahres im Jazz-Club Louisiana Syncopators im Dissener Bahnhof

Von Achim Köpp

Die „Louisiana Syncopators“ aus Hamburg auf der Bühne des Jazz Clubs im historischen Dissener Bahnhof. Foto: Achim KöppDie „Louisiana Syncopators“ aus Hamburg auf der Bühne des Jazz Clubs im historischen Dissener Bahnhof. Foto: Achim Köpp

Dissen. Das nostalgische Blechschild „Swingtanzen verboten“ an der Wand im Dissener Jazz Club allein hätte die Besucher bei dieser Musik sicher nicht davon abgehalten, das Tanzbein zu schwingen. Zumal sie Gitarrist Harald Löffler – zwar augenzwinkernd – gleich zu Beginn zum Tanzen ermuntert hatte. Freilich, beim besten Willen, es wäre kein Platz dafür gewesen, denn sowohl auf der Bühne mit der zehnköpfigen Band als auch im Club herrschte Andrang wie selten zuvor.

Mit der Band „Louisiana Syncopators“ – quasi einer „Bigband“ – gestaltete sich der Abschluss des Jazz-Club-Jubiläumsjahres zu einem Highlight. Die zehn Amateure aus Hamburg spielen seit 1969 in wechselnder Besetzung, haben sich dem Swing der 20er und 30er verschrieben und zeichnen sich durch enorme Spielfreude aus. Einer mit Profis besetzten Band standen sie in nichts nach. Soli der Trompeten, Posaunen oder des Saxofons wurden mit viel Beifall belohnt.

Nach vielen bekannten und unbekannten Titeln erklangen zum guten Schluss Hafentöne: Die Syncopators brachten als Zugabe „Das Herz von St. Pauli“ und erhielten ganz viel Beifall. Da wurde doch manchem im Club so richtig warm ums Herz. Ach ja, Weihnachten auf See, und dann diese Musik – auch was Schönes.

Dass der Jazz Club den richtigen Weg eingeschlagen hat, dass der Vorstand mit den Bands die Wünsche der Fans dieser Region erfüllt, beweisen steigende Besucherzahlen und sehr oft geäußertes Lob. Jetzt, zum letzten Konzert des Jahres, waren auch Bürgermeister Hartmut Nümann und der Vorstand der Stiftung Dissen unter den Zuhörern. Der Jazz-Club hatte bei einem Benefizkonzert im Sommer Geld für die Stiftung eingespielt.

Mit dem Gastspiel der „Atlanta Jazzband & Lous Dassen“ geht es für die Jazzfans im Club im historischen Bahnhof am 21. Januar gleich weiter. Eine Formation mit sechs erfahrenen Musikern, die mit Oldtime-Jazz und eigenem „Atlanta-Sound“ glänzt. Gekrönt wird ihr Gastspiel durch „Frau Dr. Jazz“ Lous Dassen mit ihrer unvergleichlich rauchigen Stimme, die in Dissen bereits mehrfach auftrat.


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