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Krankenhaus in Dissen mit hoher Auslastung und starkem Rückhalt Gemeinsames Engagement für Zukunft des Klinikstandortes

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Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Prof. Erhard Mielenhausen, Karl Groß, Silke Wiemann, Stephan Wille, Hansjörg Hermes und Holger Praßel. Foto: Petra RopersBlicken zuversichtlich in die Zukunft: Prof. Erhard Mielenhausen, Karl Groß, Silke Wiemann, Stephan Wille, Hansjörg Hermes und Holger Praßel. Foto: Petra Ropers

Dissen. Die Weichen für Erhalt und Ausbau des Medizinstandortes Dissen sind gestellt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes soll der Zug schon bald Fahrt in Richtung Zukunft aufnehmen: „Gemeinsam schaffen wir das“, versprach Hansjörg Hermes, Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück, beim Neujahrsempfang des Diakonie-Klinikums Osnabrücker Land.

Monate intensiver Verhandlungen und umfassender Vorbereitungen liegen hinter Leitung und Aufsichtsrat, Ärzten und Mitarbeitern des Diakonie-Klinikums. Seiner Belegschaft bescheinigte Geschäftsführer Holger Praßel im restaurierten Bahnhof Dissen-Bad Rothenfelde hohe Motivation und großes Engagement: „Sie waren bereit, wirtschaftliche Opfer in Kauf zu nehmen, um das Unternehmen zu retten!“

Die gemeinsamen Anstrengungen wiesen einem Haus den Weg in die Zukunft, das in der Bevölkerung einen starken Rückhalt besitzt: „Unser Krankenhaus ist heute so voll wie seit Jahren nicht“, freute sich Praßel.

Die derzeitige Auslastung von über 90 Prozent spreche für eine hohe Identifikation mit dem Klinikum. Für seine Zukunft sei – die rechtliche Zustimmung vorausgesetzt – mit dem Klinikum Osnabrück als neuem Träger eine gute Lösung gefunden worden, betonte Prof. Erhard Mielenhausen, Vorsitzender des Aufsichtsrates: „Die Verhandlungen sind nicht immer einfach, aber stets konstruktiv gewesen.“ An ihrem Ende steht ein Konzept, das eine Arbeitsplatzsicherung bis Ende 2015 sowie die Einhäusigkeit am Standort Dissen vorsieht.

Erhebliche Investitionen sollen zudem bis 2015 die Leistungsfähigkeit des Hauses dauerhaft sicherstellen. „Die medizinische Grundversorgung muss möglichst flächendeckend und wohnortnah angeboten werden.“ Diesem Credo sieht sich die Klinikum Osnabrück GmbH als neuer Eigentümer nach Aussage ihres Geschäftsführers Hansjörg Hermes verpflichtet.

Dabei soll der Standort Dissen nicht nur gehalten, sondern noch weiter ausgebaut werden: Die Ergänzung der Notfallversorgung durch eine eigene Unfallchirurgie, die Einrichtung von Onkologie, Kardiologie, Inkontinenzsprechstunde und Telemedizin sind nur einige der zukunftweisenden Stichworte.

Doch innovative Wege und neue Angebote allein reichen nicht aus: „Jeder Mitarbeiter muss an seinem Platz die gemeinsame Strategie mit Leben erfüllen“, betonte Hermes. Das Ziel – die Entwicklung und der Ausbau des Klinikstandortes Dissen – ist klar definiert. Für seine Umsetzung sei es nun nötig, „richtig Gas zu geben“. Doch das gemeinsame Engagement werde sich lohnen, wies der Geschäftsführer des Klinikums Osnabrück jeglichen Zweifel an einer kommunalen Trägerschaft zurück: „Unser Erfolg wird nicht in fremde Brieftaschen gespült, sondern fließt zurück in Angebote, Infrastruktur und in Arbeitsplätze!“

Den Gästen, unter ihnen neben zahlreichen niedergelassenen Ärzten auch die Bürgermeister von Dissen, Bad Rothenfelde und Hilter, bot der Neujahrsempfang im historischen Ambiente noch viel Zeit zum fachkundigen Austausch.

Für den stilvollen musikalischen Rahmen sorgten Katharina Weigel, Piano, und Moritz Groß, Saxofon.


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