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Schon wieder Alkohol an Jugendliche

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Dissen. „Erschreckend“ nennt der Präventionsbeauftragte der Polizei, Wilfried Bury, das Ergebnis von Alkohol-Testeinkäufen in Dissen. 13 Geschäfte wurden überprüft, in acht gab es Hochprozentiges für die beiden minderjährigen Testkäuferinnen.

Bei der Überprüfung dabei waren neben Bury auch Bürgermeister Georg Majerski, ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes und die beiden Hauptpersonen: zwei Fachoberschülerinnen, also angehende Polizistinnen, im Alter von 16 und 17 Jahren, die Hochprozentiges, aber auch Mixgetränke kaufen wollten. „Kopfrechnen schwach“ hieß es bei einigen Kassiererinnen, die sich zwar korrekt die Ausweise der beiden jungen Damen zeigen ließen, dann aber nicht erkannten, dass diese noch keine 18 Jahre sind. In einem anderen Fall, so berichtet Bury, hätte man den angehenden Polizistinnen ein Mixgetränk, in dem reichlich Rum steckt, verkauft. Das dürften sie ja haben, hieß es fälschlicherweise.

Ganz gravierend war nach Angaben des Präventionsbeauftragten ein Fall: Die beiden Testerinnen erhielten Alkohol von einer Verkäuferin, die bereits bei einer vorhergehenden Aktion aufgefallen war. Für sie ist jetzt ein Bußgeld fällig. Dabei waren auch in diesem Geschäft die Mitarbeiter regelmäßig geschult worden – was sie auch durch ihre Unterschriften bezeugt hatten.

Immerhin: Etliche Mitarbeiter wissen seitdem, dass sie selbst Schokolade „Rum-Trauben-Nuss“ oder gefüllte Pralinen nicht generell an Jugendliche abgeben dürfen. „Wenn die Süßigkeiten mehr als ein Prozent Alkoholvolumen enthalten, sind sie für Jugendliche tabu“, so Bury.


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