50 Jahre und kein bisschen steif Wie eine Frauengruppe aus dem Südkreis seit 1969 in Bewegung bleibt

Von Achim Köpp

Die Gymnastikgruppe der KFD der katholischen Kirchengemeinde Bad Rothenfelde-Dissen feiert jetzt ihr 50jähriges Bestehen. Foto: Achim KöppDie Gymnastikgruppe der KFD der katholischen Kirchengemeinde Bad Rothenfelde-Dissen feiert jetzt ihr 50jähriges Bestehen. Foto: Achim Köpp

Bad Rothenfelde/Dissen. Dass regelmäßiger Sport fit hält, beweisen die Mitglieder der Frauen-Gymnastikgruppe der St.-Elisabeth-Kirchengemeinde Bad Rothenfelde-Dissen. Sie wurde vor 50 Jahren gegründet, und noch heute turnen Gründungsmitglieder mit.

Christlich leben – und dabei körperlich fit bleiben. Im Jahr 1969 war dieser Anspruch bei den Katholischen Frauen Deutschlands KFD innerhalb der St.-Elisabeth-Kirchengemeinde Bad Rothenfelde-Dissen der Anlass, diee Frauen-Gymnastikgruppe zu gründen. Mathilde Köhler, heute über 90 und nicht mehr aktiv, unterbreitete damals während der KFD-Versammlung den wohlgemeinten Vorschlag und stieß auf viel Zustimmung. Am Freitag, 29. November, feiert die Gruppe ihr 50-jähriges Bestehen mit einer Kaffeetafel im Hotel Forstgarten. 

Aller Anfang ist schwer

"Damals am Anfang war es nicht so einfach, die Frauen zum Mitmachen zu bewegen", erinnert sich Edith Klasfauseweh, heutige Organisatorin und eine der Mitbegründerinnen neben Mathilde Köhler, Ursula Beermann und Gisela Halm. "Diejenigen, die noch nicht sportlich aktiv waren, benötigten eine gewisse Überwindung, und Familie sowie Beruf erforderten zudem viel Zeit. Doch die Bemühungen waren letztlich erfolgreich, denn wir sind immer noch motiviert wie in all den Jahren zuvor."

Übungsstunden für die Frauen zu organisieren, sei anfangs schwierig schwierig gewesen, erzählt Klasfauseweh. So nahmen sie zuerst ihre Gymnastik in der Turnhalle der Bad Rothenfelder Grundschule auf, dann im Saal des Pfarrheims und dann in der Turnhalle des St.-Elisabeth-Kinderheims, bis sie in den Gymnastikraum des Kurmittelhauses wechselten. "Das war schon 1986, und da sind wir heute noch, und das jeweils montags ab 19 Uhr für eine Stunde und immer mit um die 20 Aktiven."

Gymnastische Übungen unter Anleitung der Physiotherapeutin Alexandra Berger (l.) im Gymnastikraum des Kurmittelhauses. Foto: Achim Köpp

20 Jahre lang versah Mathilde Köhler das Amt als ehrenamtliche "Vorturnerin", heute steht nach mehreren Wechseln die Physiotherapeutin Alexandra Berger vor den Frauen und macht vor, welche Übungen gut für den Rücken, die Wirbelsäule, die Muskeln und den Kreislauf sind. Das geschieht für alle im Einklang im Stehen oder auf der Matte, mit dabei sind Pezzibälle, Hanteln, andere kleine Bälle oder Stäbe. Zum Programm zählen inzwischen auch Aerobic und – ganz wichtig, wenn man in die Jahre kommt – Gleichgewichtstraining.

Wie das unter den "Mädchen" so ist, gehören natürlich auch ein wenig Spaß, Lachen und Klönen dazu. Gelegentlich - wenn es das Wetter gut mit ihnen meint - wird schon mal die Gymnastik im Freien ausgeübt, oder man trifft sich zu gemeinsamen Radtouren und Feiern. 


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