Einsatz für Kranke und Schwache Drei Ehrenamtliche bei Dissener Brotzeit geehrt

Von Achim Köpp

Ehrungen für besonderes soziales Engagement stand im Mittelpunkt der "8. Dissener Brotzeit": Bürgermeister Hartmut Nümann (l.) und sein Stellvertreter Derk van Berkum (r.) würdigten die ehrenamtliche Arbeit von Rolf Steinbrügge (2. v.l.), Frederic Eck und Annette Austmeyer-Krieg. Foto: Achim KöppEhrungen für besonderes soziales Engagement stand im Mittelpunkt der "8. Dissener Brotzeit": Bürgermeister Hartmut Nümann (l.) und sein Stellvertreter Derk van Berkum (r.) würdigten die ehrenamtliche Arbeit von Rolf Steinbrügge (2. v.l.), Frederic Eck und Annette Austmeyer-Krieg. Foto: Achim Köpp

Dissen. Im Rahmen der "8. Dissener Brotzeit" hat die Stadt das Engagement der Ehrenamtlichen gewürdigt. Vor 170 Gästen in "Roterts Alten Brennerei" ehrten Bürgermeister Hartmut Nümann und sein Stellvertreter Derk van Berkum drei Dissener mit Urkunden und einem Rathausmodell.

Nümann betonte fünf Tage bevor seine Amtszeit endet, dass außer den Geehrten auch wieder "unsere fleißigen Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, die jeden Montag den Müll sammeln". Auch dieses ehrenamtliche Engagement verdiene Respekt und Anerkennung. 

Zur anstehenden "Brotzeit" erwartete die Gäste auf festlich geschmückten Tischen ein opulentes kaltes Buffet, das abdeckte, was für alle Geschmacksrichtungen etwas bot. Der spezielle Dank des Bürgermeisters ging an die einheimischen Sponsoren, die Firmen Fuchs, Homann, Rümke und Schulte. Musikalisch wurde der Abend durch das Duo Gerd Holkenbrink und Tochter Verena aus Bad Laer begleitet. 

Frederic Eck, der erste Geehrte, wurde er im Alter von zwölf Jahren Mitglied im örtlichen Jugend-DRK, ist heute Ortsleiter des Jugendrotkreuz, seit 2017 stellvertretender Bereitschaftsleiter des DRK Dissen-Bad Rothenfelde und sogar im Präsidium des Kreisverbandes DRK Osnabrück Land vertreten. Intensiv widmet sich Frederic Eck seinem Ehrenamt  als "Sanitäter vor Ort" (SavO) mit Rettungseinsätzen in Dissen und Bad Rothenfelde. Lange Zeit musste dafür das eigene Fahrzeug eingesetzt werden, jedoch konnte dank großzügiger Spenden ein Einsatzfahrzeug gekauft werden. Aber die Liste der Dinge, die im Fahrzeug zur Optimierung noch fehlen - Beispiel: das Funkgerät - ist lang. So sind die eigenen Handys immer noch im Einsatz. 

Derk van Berkum setzte die Ehrungen mit dem Namen Annette Austmeyer-Krieg fort. "Der Weg ist das Ziel. Aber nur, wer das Ziel kennt, wird den Weg finden!" Dieser Spruch sei passend für Annette Austmeyer-Krieg, sagte van Berkum. Die Ziele, für die sie eintrete, hätten sich zwar immer wieder etwas verändert, doch sei sie beständig auf dem Weg zur Erreichung geblieben: Als es um den geplanten Abriss der alten Turnhalle am Feuerwehrhaus ging, kämpfte sie mit einer Unterschriftensammlung dagegen - vergeblich. Sie landete beim Heimatverein, wurde dort Schriftführerin, und als es im Jahr 2003 galt, ein für Dissen wichtiges Gebäude zu erhalten, wurde sie Gründungsmitglied im Frommenhofverein - mit Erfolg. Als im Jahr 2014 das Krankenhaus in Gefahr geriet, schrieb sie persönliche Briefe an hohe Politiker, trat in den Albertine-Förderverein ein und ist inzwischen dessen Vorsitzende. 

Die dritte Ehrung: Der Bürgermeister dankte Rolf Steinbrügge, dem Vorsitzenden des Clubs "Ollis Triker", dessen 27 Mitglieder sich mit dem Motiv des Hermannsdenkmals schmücken und sich mit ihren "skurrilen und ausgefallenen, dreirädrigen Fahrzeugen" in jedem Jahr beim Dissener Stadtfest einfinden, um Interessierte bei einer Stadtrundfahrt gegen einen kleinen Obulus mitzunehmen. Diese "Clubfahrten für Jedermann" organisiert Rolf Seinbrügge, um bedürftigen Menschen zu helfen. So wurden in den vergangenen Jahren bereits etwa 11.000 Euro für Einrichtungen, wie Kindertagesstätten, Schulen, das KiFaZ oder das Westfälische Kinderdorf, ausgeschüttet. Auch wurden krebskranke und chronisch herzkranke Kinder sowie Menschen mit körperlicher oder geistiger Einschränkung bedacht. 


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