Arbeiten am Regenrückhaltebecken Spielplatz in Dissen muss gesperrt werden

Von Achim Köpp

Vor Ort machten sich Bauamtsleiter Heinrich Kocks (rechts) sowie Hans Tovar (Mitte) und der Tovar-Mitarbeiter Patrick Haertel anhand der Karte (Regenrückhaltebecken in Blau) ein Bild von den anstehenden Arbeiten. Foto: Achim KöppVor Ort machten sich Bauamtsleiter Heinrich Kocks (rechts) sowie Hans Tovar (Mitte) und der Tovar-Mitarbeiter Patrick Haertel anhand der Karte (Regenrückhaltebecken in Blau) ein Bild von den anstehenden Arbeiten. Foto: Achim Köpp

Dissen. Zehn Jahre ungestörte Natur pur haben im Regenrückhaltebecken an der Breslauer Straße im Dissener Stadtteil Erpen nahe der A33 ihre Spuren hinterlassen. Jetzt muss gehandelt werden. Beeinträchtigt werden durch die anstehenden Arbeiten Spaziergänger und Anwohner.

In dem etwa ein Hektar großen Becken hat sich ein dichter Bewuchs aus Röhricht und Weidengebüsch entwickelt, wodurch das Stauvolumen erheblich reduziert und die Niederschlagsableitung beeinträchtigt wurde. Deshalb plant die Stadt Dissen mit Organisation und Planung durch das Osnabrücker Ingenieurbüro Tovar, für den kommenden Herbst und Winter in dem Becken Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen. 

Weg und Spielplatz gesperrt

Während der umfangreichen Arbeiten wird das Becken einschließlich des umlaufenden Weges gesperrt. Das gilt auch für den angrenzenden Spielplatz, von dem aus über die Breslauer Straße der anfallende und zuvor anderweitig getrocknete Schlamm abgefahren werden soll. 

Das Regenrückhaltebecken im Westen des Stadtgebietes schützt den Noller Graben im Unterlauf vor Überschwemmungen bei Starkregen. Als ein Bestandteil der Regenwasserkanalisation fängt es bei starken Niederschlägen das gesammelte Regenwasser auf und gibt es gedrosselt an den Vorfluter ab. Jetzt wird durch eine Spezialfirma der größte Teil des Röhrichtbestandes und des Gehölzbewuchses entfernt, eingeschwemmtes Bodenmaterial, verrottetes Laub und andere Vegetationsreste abgetragen und so das ursprüngliche Sohleniveau wiederhergestellt, um die vorgesehenen technischen Funktionen erfüllen zu können.

Becken als Lebensraum

Durch die Unberührtheit der vergangenen zehn Jahre hat sich das Becken jedoch auch zu einem Lebensraum für Amphibien und Brutgebiet für verschiedene Vogelarten entwickelt. Deshalb werden die etwa 150.000 Euro verschlingenden Arbeiten außerhalb der Entwicklungsperiode von Amphibien und der Vogelbrutzeit durchgeführt. Und um im kommenden Frühjahr röhrichtbrütenden Vogelarten Nistmöglichkeiten zu bieten, werden etwa 20 Prozent des Röhrichtbestandes erhalten.

Wie Dissens Bauamtsleiter Heinrich Kocks vor Ort in Anwesenheit von zwei Vertretern des Ingenieursbüros Tovar ankündigte, ist für die zukünftige Entwicklung vorgesehen, die Beckensohle extensiv zu pflegen, was durch eine Mahd in Teilabschnitten einmal jährlich jeweils ab September erfolgen soll. Röhrichtbestände dagegen werden in längeren Intervallen entsprechend unterhalten.


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