Appell für Klima des Respekts Dissener Seniorennachmittag zum letzten Mal im Kurhaus

Beim Seniorennachmittag der Stadt Dissen im Kurhaus gratulierten die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte Angelika Scheurell und Bürgermeister Hartmut Nümann den ältesten Bürgern im Saal, Erna Robakowski und Herbert Kaiser. Foto: Petra RopersBeim Seniorennachmittag der Stadt Dissen im Kurhaus gratulierten die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte Angelika Scheurell und Bürgermeister Hartmut Nümann den ältesten Bürgern im Saal, Erna Robakowski und Herbert Kaiser. Foto: Petra Ropers

Bad Rothenfelde. Einen geselligen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Unterhaltung genossen Senioren aus Dissen im Bad Rothenfelder Kurhaus. Zahlreiche Bürger ab 70 Jahren waren der Einladung der Stadt zum Austausch und zur Begegnung gefolgt.

Der Seniorennachmittag im Nachbarort hat gute Tradition. Doch schon jetzt steht fest: Ab dem nächsten Jahr wird einiges anders. Denn zum letzten Mal bildete das Kurhaus den Rahmen für die Veranstaltung, bevor es Ende des Jahres geschlossen wird. Und zum letzten Mal richtete Hartmut Nümann als Bürgermeister das Wort an die Gäste. Dissen habe – auch wenn die offizielle Statistik von Ende Juni noch etwas anderes besagt – die Marke von 10.000 Einwohnern inzwischen überschritten, berichtete er den Senioren erfreut.

Mit der Einwohnerzahl wachsen auch die Aufgaben: „Wir müssen Angebote für ältere Menschen schaffen“, betonte Nümann. Ein wichtiger Schritt sei der in 2020 bevorstehende Bau einer Senioren-Tagespflege mit betreutem Wohnen. „Wir möchten, dass auch unsere älteren Mitbürger in Dissen bleiben können.“ Im kommenden Jahr sollen nach den Worten des Bürgermeisters auch die Planungen für ein neues Baugebiet auf dem Gelände des Krankenhauses beginnen.

Untrennbar verbunden mit diesem Stichwort: die Notfallversorgung. „Ich bin bis zu meinem letzten Arbeitstag an diesem Thema dran“, versprach Nümann den Gästen des Nachmittags. Als Vertreterin des Sozialausschusses machte Maren Öynhausen ihnen Mut zur Veränderung: „Unsere Generation hat gelernt zu kämpfen, zu improvisieren und sich über positive Entwicklungen zu freuen. Wir können und dürfen lernen, unsere Lebenszeit erfüllt zu gestalten.“ Dazu gehört auch, die Gemeinschaft zu genießen – etwa beim Seniorennachmittag: „Gemeinsames Leben ist doppeltes Leben.“

Für ein Klima des Respekts, der gegenseitigen Achtung und der Menschlichkeit warben Pastorin Susanne Holsing für die evangelische und Bernd Otte für die katholische Kirchengemeinde. Respekt verdienten sich auch die kleinen Stars des Nachmittags: Auf der großen Bühne sangen sich die „Singmäuse“ der Mauritius-Kirchengemeinde mutig in die Herzen der vielen Zuschauer. Mit Modern Gospel und mehr brachten die Mauritius Gospel Singers musikalischen Schwung in den Saal des Kurhauses.

Gratulationen und einen Blumenstrauß nahmen als älteste Bürger im Saal Erna Robakowski und Herbert Kaiser entgegen. Bürgermeister Hartmut Nümann blickte unterdessen schon voraus auf die nächste Veranstaltung. Zwar muss eine neue Örtlichkeit erst noch gefunden werden. Doch schon jetzt steht für ihn fest: Er selbst ist dann auch wieder dabei – künftig allerdings als einer der vielen Gäste.


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