Spendenaktion erfolgreich Dissener Sanis vor Ort fahren jetzt mit Blaulichtauto

Von Achim Köpp

Ein neues Auto für die Helfer vor Ort in Dissen. Vaseetharan Mohanarajah stellte gemeinsam mit Beate Bockamp (Vorstand DRK-Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde) das neue Einsatzfahrzeug den Mahnwachenteilnehmern auf dem Rathausplatz vor. Foto: Achim KöppEin neues Auto für die Helfer vor Ort in Dissen. Vaseetharan Mohanarajah stellte gemeinsam mit Beate Bockamp (Vorstand DRK-Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde) das neue Einsatzfahrzeug den Mahnwachenteilnehmern auf dem Rathausplatz vor. Foto: Achim Köpp

Dissen. Wie nagelneu aus der Fabrik stand es auf dem Rathausplatz vor den Augen der Mahnwachenteilnehmer: Ein Einsatzfahrzeug in auffallenden Farben, mit der Beschriftung Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde und Sanitäter vor Ort, und auf dem Dach das mobile Blaulicht.

Die Anschaffung konnte nicht zuletzt mit Hilfe der Aktiven für eine bessere Akut- und Notfallversorgung in Dissen getätigt werden.

Im Notfall schnelle Hilfe am Unfallort noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes zu leisten, dieser Aufgabe widmen sich im DRK-Ortsverein Dissen-Bad Rothenfelde die vier "Sanitäter vor Ort" (SavO) Vaseetharan Mohanarajah (als Leiter) sowie Frederik Eck, Andrea Uthof und Lucas Pohlmann, nachdem sich die Schließung des Dissener Krankenhauses im Jahr 2013 abzeichnete - und das fortan mit großem Erfolg.

Ehrenamtlich

Das Ganze bisher allerdings ehrenamtlich, freiwillig und unentgeltlich unter Benutzung des jeweils eigenen Privatautos, zumal ohne Blaulicht oder anderen Zeichen ihres Einsatzes, um schnell anzukommen. Das - und bestärkt durch Erfahrungen in anderen DRK-Ortsvereinen - führte schließlich im DRK-OV Dissen-Bad Rothenfelde zu der Erkenntnis, ein entsprechend erkennbares Einsatzfahrzeug anzuschaffen.

Das bedeutete einen enormen finanziellen Kraftakt, der an die Grenzen des Ortsvereins führte. Und so gingen die DRKler an die Öffentlichkeit, versandten Briefe mit der Bitte um Spenden oder stellten das Beschaffungsprojekt vor, unter anderem bei der wöchentlichen Mahnwache des Albertine-Fördervereins. Dort erfuhr man im Februar spontane Zustimmung für die Einrichtung eines Spendenkontos, so dass jetzt zur 226. Mahnwache - also sechs Monate später - das Fahrzeug vorgestellt werden konnte.

7000 Euro

Geldspenden in Höhe von etwa 7000 Euro seien zügig von Bürgern und Gewerbeteibenen eingegangen, erläuterten dazu Beate Bockamp und Mohanarajah, so dass man sich nach einem geeigneten Fahrzeug umschauen konnte. Die Entscheidung fiel auf einen sehr gut erhaltenen, gebrauchten Skoda Fabia Kombi im Wert von 11.000 Euro, so dass immer noch eine Lücke in der OV-Kasse klafft. Das außerdem, weil unter anderem ein Defibrilator, Sauerstoffflaschen und ein Funkgerät noch fehlen. So geht zum Beispiel der Notruf von der Leitstelle bei den vier Sanitätern jeweils immer noch auf deren Handy ein. "Etwa 5000 bis 6000 Euro fehlen uns noch", sagt Mohanarajah.

Das Vorhandensein des Einsatzfahrzeuges sei vor allem von großem Vorteil für die schnelle Versorgung der Verunfallten, weil es in drei bis vier Minuten in Dissen und Bad Rothenfelde eintreffe, wogegen allein der Notarzt etwa die doppelte Zeit benötige. Das Fahrzeug ist seit dem 29. Juli offiziell zugelassen, jeweils für zwei Wochen bei einem der vier SavO's stationiert und war bereits durchschnittlich an jedem zweiten Tag im Einsatz.

Weitere Spenden nötig

Für weitere Spenden zur restlichen Finanzierung inklusive Kosten für Benzin, Steuern, Versicherung und Wartung besteht weiterhin das Spendenkonto bei der Sparkasse Osnabrück, IBAN: DE91 2655 0105 1623 1041 12, Stichwort: Spende SavO Einsatzfahrzeug.


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