Stoppelfeldfieber grassiert weiter Spannende Läufe in Aschen und Siegerehrung mit Sekt

Seine Führung im siebten Lauf brachte Marvin Kobus (vorn) den dritten Platz in der Gesamtwertung in der Serienklasse ein. Foto: Petra RopersSeine Führung im siebten Lauf brachte Marvin Kobus (vorn) den dritten Platz in der Gesamtwertung in der Serienklasse ein. Foto: Petra Ropers

Dissen. Ein Unfall setzte am Sonntag dem Stoppelfeldrennen in Aschen ein vorzeitiges Ende: Unter dem zustimmenden Beifall der vielen Zuschauer entschieden die Veranstalter, die Endläufe abzusagen und die Sieger der vier Klassen aus den bereits eingefahrenen Punkten zu ermitteln.

Trotz des Unfalls: „Die Sicherheitskonzepte haben gegriffen“, urteilte Ulrich Meyer zu Drewer. Über die Jahre seien sie immer weiter verbessert. Immerhin feiert das Stoppelfeldrennen 2020 bereits seine 40. Auflage. Und auch das 39. Crossrennen auf dem Aschener Acker präsentierte den Zuschauern, die aus weitem Umkreis angereist waren, zwei Tage lang schnelle Läufe mit spannenden Aufholjagden und einem Teilnehmerfeld, das in allen vier Klassen mit Ehrgeiz und fahrerischem Können an den Start ging. Einen motorsportlichen Höhepunkt bot bereits der Samstagabend. Denn das Langstreckenrennen um den Kuhlenbeck-Cup fordert mit zehn Runden Fahrern wie Fahrzeugen alles ab. Den Sieg fuhr schließlich Sebastian Przibytzin mit seinem Opel Omega ein.

Die Sektdusche - auch für die Zuschauer - gehört dazu: Über den Sieg in der Serienklasse jubelte Ewgeni Finkbeiner vor Dominik Hönicke (rechts) und Marvin Kobus. Foto: Petra Ropers

Mit einer deutlichen Vorherrschaft von BMW endete die Serienklasse: Den Franz-Pickel-Pokal holte mit seinem 328er Ewgeni Finkbeiner vor Dominik Hönicke und Marvin Kobus. Für Hochspannung sorgte eine Regeländerung in der Eigenbauklasse. Denn erstmals gingen mit den leichten, rasanten Eigenbauten auch alle Karosserie-Fahrzeuge mit Motorradmotor an den Start. Der Schrauber-Fantasie schienen dabei kaum Grenzen gesetzt: André Scheer verbaute gleich zwei Motorrad-Motoren in seinem Golf und fuhr damit unaufhaltsam zum Sieg.

Zwei Fiesta-Motoren in einem Fiesta: Diese Kombination brachte in der Offenen Klasse Manu Wedekämper den zweiten Platz hinter Oliver Hofmann im rechtsgelenkten Subaru Impreza ein. Als beste Amazone stieg Daniela Scheer auf das Siegertreppchen. Den Pokal der Jugendklasse fuhr Jan Gerdes ein. Der Team-Pokal ging an das Team Phoenix. Mit dem Pokal für besondere Leistungen dankten die Veranstalter in diesem Jahr „Gruppe-6“-Mitglied Christian Brass.

Wie er engagierten sich wieder unzählige Helfer auf und am Rande der Strecke für das kultige Motorsport-Ereignis. Den Kindern boten die Kitas St. Ansgar und Willy Schulte sowie die Freie evangelischen Gemeinde Dissen Spiel- und Bastelspaß am Rande der Rennstrecke. Den Helfern, den Fahrern und auch für den vielen Zuschauer, die Jahr für Jahr nach Aschen pilgern, sprach nach der Siegerehrung mit unverzichtbaren Sektduschen Moderator und Serienklasse-Fahrer Jochen Meyer zu Drewer aus dem Herzen: „Wen einmal das Stoppelfeldfieber gepackt hat, den lässt es nicht mehr los.“


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