Schlagzeug-Gewitter am Dissener Bahnhof Jazz-Open-Air-Festival gestartet – Heute weitere Höhepunkte

Schlagzeug-Legende Pete York mit Sängerin Nina Michelle (links) und Saxofonist Stephan Holstein (rechts). Foto: Matthias LiedtkeSchlagzeug-Legende Pete York mit Sängerin Nina Michelle (links) und Saxofonist Stephan Holstein (rechts). Foto: Matthias Liedtke

Dissen/Bad Rothenfelde. Mit Pete Yorks "Drum Boogie"-Ensemble feierte das Dissener Jazz-Festival am Freitagabend trotz Dauerregens einen ersten musikalischen Höhepunkt.

Ausgerechnet in dem Moment, als die Farmhouse Jazz- und Bluesband aus dem friesischen Groningen die Ballade „When You´re Down and Out“ zu spielen begann, verdunkelte sich der Himmel über dem Dissener Bahnhof. Mit viel Energie und Spielfreude hatte das niederländische Sextett das 22. Open-Air-Festival des dort ansässigen Jazz-Clubs am Freitagnachmittag eröffnet. Das wahrhaftige Gewitter wurde am späteren Abend durch ein musikalisches ersetzt. 

Volles Zelt am Dissener Bahnhof. Foto: Matthias Liedtke

Meister ihres Faches

„Wir haben nichts vorbereitet, deswegen kann nichts schiefgehen“, versicherte der britische Ausnahme-Schlagzeuger Pete York augenzwinkernd zu Beginn – um dann mit zahlreichen Soli furios unter Beweis zu stellen, welch Meister seines Faches er ist. Unter dem Motto „Drum Boogie“ hatte er noch drei weitere internationale Hochkaräter um sich versammelt. 

Ein Meister seines Fachs: Schlagzeug-Legende Pete York ließ beim Dissener Jazz-Festival die Sonne aufgehen. Foto: Matthias Liedtke

 

Pianist und Sänger Christoph Steinbach aus Tirol sorgte ebenso wie der deutsche Jazz-Saxofonist Stephan Holstein und die kanadische Sängerin Nina Michelle dafür, dass trotz des Dauerregens auch musikalisch die Sonne aufging. Das Repertoire reichte dabei von einem fast 100 Jahre alten Blues mit Klarinettensolo über ein hypnotisches „The Beat Goes On“ aus den Sechzigerjahren bis hin zum rockigen „Gimme Some Lovin“. 

Großer Bahnhof für den Jazz. Foto: Matthias Liedtke

 

Regen vertrieben

Als sich der Regen schließlich doch noch in den Teutoburger Wald verzogen hatte, trauten sich zu Fats Dominos „Blueberry Hill“ sogar die ersten Tanzpaare auf die bis dahin verwaiste Fläche zwischen Bühne und großem Festzelt, unter dem die zahlreichen Freunde des Jazz zumindest äußerlich trocken geblieben waren. Der heutige zweite Tag des Dissener Jazz-Festivals wird bei ungleich besserer Wetterprognose bereits um 14 Uhr durch die Juggets Jazzband eröffnet, bevor mit Joe Wulfs Swing-Orchester und der internationalen Bayoogie Band weitere Höhepunkte folgen.

Am Ende war es trocken. Foto: Matthias Liedtke


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