Open Stage im KuK SOL Dissen Bestens besuchte Musik im Garten des KuK SOL

Von Rolf A. Habben

Beeindruckend wie Monika Weigelt (Geige), Steg, Wirbel, die vier Saiten und den Bogen ihres Instruments virtuos beherrschen konnte, kongenial rhythmisch unterstützt von Dieter Knappe (Gitarre) und Bernd Kleist (Kontrabass) ihrer Kollegen. Foto: Rolf HabbenBeeindruckend wie Monika Weigelt (Geige), Steg, Wirbel, die vier Saiten und den Bogen ihres Instruments virtuos beherrschen konnte, kongenial rhythmisch unterstützt von Dieter Knappe (Gitarre) und Bernd Kleist (Kontrabass) ihrer Kollegen. Foto: Rolf Habben

Dissen. Zum vierten Mal in diesem Sommer öffnete der KuK SOL am Donnerstagabend seine Pforten im Garten zur Open Stage. Wie immer, wurde der Abend eröffnet mit neuen Bands oder Gesichtern, die sich den Gästen vorstellen und präsentieren können, ehe die abschließende, obligatorische Session, wie immer, die Veranstaltung beendet.

Wie immer? Nein, denn ein Wagnis gingen die Veranstalter um Organisator Wolf-gang Ilgner überraschend ein. Gleich vier in sich verschiedene Sets bot der abwechslungsreiche Abend. Den Opener machte das Trio „Himmel blau“. Das Trio mochte nach eigenem Bekunden mit beschwingter Musik zu einer Gute-Laune-Zeit beitragen, auch wenn sich der Abend nicht unbedingt himmelblau zeigte. Monika Weigelt (Geige), Dieter Knappe (Gitarre) und Bernd Kleist (Kontrabass) spielten allerdings nicht, wie angekündigt, allein akustische Kaffeehausmusik, vielmehr bestimmten Gypsyswing und Jazzklassiker sowie Interpretationen von Chansons das Repertoire.

 

Beeindruckend wie Weigelt Steg, Wirbel, die vier Saiten und den Bogen ihres Instruments virtuos beherrschen konnte, kongenial rhythmisch unterstützt von Bass- und Gitarrenklängen ihrer Kollegen. Das Trio wagte sich an ebenso schwierigen wie mitreißenden Titeln von Django Reinhardts „Stopin“ oder Duke Ellingtons „Just squeeze“ heran. Reinhardts schnelles Fingerspiel, dessen traditionelle Spielweise der Sinti an der Gitarre auf eine Geige umzusetzen, forderte schon den ganzen Mann, in diesem Fall die ganze Frau heraus, brillant gelöst von ihr, wie auch Gershwins „Summertime“ oder im Finale das „Sweet Georia Brown“..

Beeindruckend wie Monika Weigelt (Geige), Steg, Wirbel, die vier Saiten und den Bogen ihres Instruments virtuos beherrschen konnte, kongenial rhythmisch unterstützt von Dieter Knappe (Gitarre) und Bernd Kleist (Kontrabass) ihrer Kollegen.

Schade eigentlich nur, dass von der überwiegenden Mehrheit im bestens besuchten Auditorium die Darbietung eher als Hintergrund zum ausgelassenen „Get to gether“ verstanden worden ist. Das Gitarren-Duo die „Hocker-Rocker“ aus dem benachbarten Wellendorf, begleitet von Richard Rau an den Congas, konnte das leider nur bedingt auflösen. Beinahe den Saalräumer verursachte Tuba-Tim aus Bielefeld und sein Partner am Alt-Sax.

Das aber nur beinahe, denn in der anschließenden Session schlugen Ilgner, „Eddy“ Parfitt und Norbert Niemeyer, beeindruckend auch an der Harp, an ihren Gitarren sowie Christian Kirsch an den Drums ganz andere Seiten und Saiten auf. 

Brillant an der Harp, Norbert Niemeyer, in Begleitung der Hausband im KuK, Wolfgang Ilg-ner, Eddy Parfitt und Christian Kirsch.

Mitreißend ihre Darbietung von J.J. Cales „They call me the breeze“ und auch, wie bekannt, Parfitts Gesang im Medley von Jonny Cashs Titeln. Alles in allem eine gelungene Mixtur diverser Genres.

Brillant an der Harp, Norbert Niemeyer, in Begleitung der Hausband im KuK, Wolfgang Ilg-ner, Eddy Parfitt und Christian Kirsch.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN