Im Garten des KuK SOL Quintett „Alacoustic“ bringt Kulthits nach Dissen

Von Rolf Habben

Arrangements auf ausgereift hohem Niveau, Bekanntes und Bewährtes aus den letzten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts hatte die Band auf dem Zettel Foto: Rolf HabbenArrangements auf ausgereift hohem Niveau, Bekanntes und Bewährtes aus den letzten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts hatte die Band auf dem Zettel Foto: Rolf Habben

Dissen. Mit dem ersten Konzert 2019 in der Reihe „Musik im Garten“ des KuK SOL hatten die Veranstalter mit dem Quintett "Alacoustic" wieder ein gutes Händchen bei der Bandauswahl bewiesen.

Alacoustic, der Name ist Programm. Ohne die im Original ursprünglich elektrisch verstärkten Instrumente, gaben sie den Oldies bis auf den unverzichtbaren E-Bass allein durch die Resonanzkörper ihrer Arbeitsgeräte im Stil und Klang einen alternativen Charme, der bestens ankam. Das sympathische fünfköpfige Ensemble aus dem Großraum Osnabrück mit Marie Meibeck (Gesang, Querflöte, Percussion), Stefan Birkemeyer (Gesang, Gitarre), Michael Springer (Gesang, Gitarre), sowie Henner Malecha (Bass) und Manfred Meibeck (Gesang, Cajon, Bongos) begeisterte instrumental ebenso wie mit mehrstimmigem Satzgesang.

Volle Dröhnung

„Wenn ihr glaubt, dass wir unser Programm kürzen, habt ihr euch getäuscht, ihr kriegt die volle Dröhnung Alacoustic“, versprach Birkemeyer eingangs in Anspielung auf das feuchtkalte Wetter. Bekanntes und Bewährtes aus den letzten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts hatte die Band auf dem Zettel, internationale Rock- und Pophits, alle gewollt verfremdet in akustischer Version. Anstatt mühevoll am Original entlangzucovern, wurde bekannten Titeln von den Beatles, Eagles, Pink Floyd oder Ray Charles neues und damit zugleich aber auch individuelles Leben eingehaucht.

Arrangements auf ausgereift hohem Niveau bekam das Publikum durchgängig zu hören, bekannten Ohrwürmern wie beispielsweise „Hotel California“ verpassten die Musiker stets ihren eigenen unverwechselbaren Stempel. Angetrieben von Bass, Cajon und Bongos, angereichert mit der souverän dynamischen Stimme von Sängerin Meibeck, blätterte das spielfreudige Quintett ihren nostalgischen Hitkatalog auf. Supertramp mit Überraschungseffekten, Police mit mehrstimmiger Power, die Who mit „Pinball Wizzard“ und gesanglich gesteigertem Volumen oder Fleedwood Mac bis hin zu Amy Winehouse, die Performance des Quintetts war mit virtuos eingesetzten akustischen Elementen stets hochmotiviert und professionell arrangiert.

Teamarbeit

Birkemeyer, Gastsolist seit gut 40 Jahren in diversen Bands, glänzte mit Gitarrensoli aus dem Bauchbereich, kongenial unterstützt von Springer an der Rhythmusgitarre sowie Marie Meibeck hin und wieder mit Querflöte, Manfred Meibeck mit 35-jähriger Bühnenerfahrung sorgte am Cajon für das rhythmische Korsett, für die tieferen, wenngleich groovigen Frequenzen stand letztlich Malecha am Bass.

Alacoustic ließ es einfach laufen, ehrlich und ohne doppelten Boden – Acoustic pur. Dem Beginn des Konzertsommers im Garten konnte man nur besseres Wetter wünschen, ansonsten dürfte dort für die kommenden Veranstaltungen nichts anbrennen. 


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