Zuletzt 2015 erhöht Ausschuss stimmt der Erhöhung der Elternbeiträge für Kita-Mahlzeiten zu

Salatbar in einer Osnabrücker Mensa Foto: Michael GründelSalatbar in einer Osnabrücker Mensa Foto: Michael Gründel

Dissen . Der Sozialausschuss der Stadt Dissen hat ohne Gegenstimme der Gebührenerhöhung für die Teilnahme am Mittagessen in den Kindertagesstätten zugestimmt. Nach Ende der Sommerferien 2019 soll der Elternbeitrag von jetzt 35 auf 50 Euro angehoben werden.

Die Haushaltskonsolidierung strahlt in alle Bereiche aus. Davon bleiben auch die Kindertagesstätten nicht verschont. So wird an der Gebührenschraube gedreht werden müssen – in diesem Fall hat der Kämmerer die Erhöhung der Kosten für den Mittagstisch ins Auge gefasst. „Wir erzielen dabei Mehreinnahmen in Höhe von 49.500 Euro für die vier Kitas in der Stadt. Zusätzlich werden wir noch die Einnahmen aus der Kita Charly´s Kinderparadies einrechnen können, die in diesem Jahr den Betrieb aufnehmen wird“, erklärte Kämmerer Ulrich Strakeljahn als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters im Sozialausschuss.

"Vertretbar"

Eine Erhöhung dieser Beiträge habe es seit 2015 nicht mehr gegeben. „Wir haben uns in den umliegenden Gemeinden umgehört und denken, dass die Steigerung vertretbar ist“, so Strakeljahn. Seinen Worten nach wäre die Elternbeiträge dann „nahezu kostendeckend“.

Während einer Beiratssitzung in der Kita Kunterbunt ist die Maßnahme bereits publik gemacht worden. „Die Eltern waren einsichtig. Jedoch meldeten sich Stimmen, die lieber eine stufenweise Erhöhung gehabt hätten“, teilte Sachbearbeiterin Monika Korte mit. Für eine solche Lösung plädierte ebenfalls Vera Venz, Vorsitzende des Kita-Stadtelternrates, die an der Sitzung als nicht stimmberechtigtes Mitglied teilnahm. Das Thema sei im Gremium intensiv diskutiert, dort war die schrittweise Erhöhung in der Mehrheit bevorzugt worden.

20 Prozent

Für Heinz-Günter Stolle (SPD) ist eine stufenweise Erhöhung „nicht zielführend“. Beiträge zu erhöhen sei nie schön, jedoch bieten wir in unseren Einrichtungen einen hohen Standard bei noch geringen Kosten für Eltern“. Meike Krüger (CDU) erklärte, der Landesrechnungshof schreibe den Kommunen vor, Eltern mit 20 Prozent an den Kitakosten zu beteiligen. „Wir haben in den vergangenen Jahren eine Ausgabensteigerung auf dem Kita-Gebiet zu verzeichnen gehabt, bieten aber trotzdem eine hervorragende Kinderbetreuung an. Die Steigerung der Elternbeiträge zu den Mahlzeiten ist sicherlich viel Geld, aber es gibt Hilfestellungen für finanziell Schwache“. Ihre Fraktionskollegin Denise Warnek wies auf die künftigen Kosten einer Mahlzeit hin, die für ein Hauptgericht, Salat, Nachtisch und Getränk dann bei 2,50 Euro lägen.

Auch Maren Öynhausen (UWG), die für die erkrankte Petra Meyer den Vorsitz der Sitzung führte, war für die Erhöhung. „Den Kosten für die Eltern stehen schließlich auch Leistungen gegenüber, die von uns finanziert werden“. Nach dem einstimmig gefällten Votum müssen nun noch der Verwaltungsausschuss und der Rat der Maßnahme zustimmen.


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