Informationsfluss fördern Dissen: Kita-Stadtelternrat hat sich neu formiert

Der neue Kita-Stadtelternrat setzt sich aus Vertreterinnen der vier Einrichtungen in Dissen zusammen. Zweite von rechts ist die Vorsitzende Vera Venz. Foto: Horst TroizaDer neue Kita-Stadtelternrat setzt sich aus Vertreterinnen der vier Einrichtungen in Dissen zusammen. Zweite von rechts ist die Vorsitzende Vera Venz. Foto: Horst Troiza

Dissen . Nach einigen Jahren Pause hat sich in Dissen wieder ein Stadtelternrat für die Kindertagesstätten formiert. Das Gremium hat seine Arbeit aufgenommen, will Ansprechpartner für Eltern sein und den Informationsfluss zwischen den Kita-Einrichtungen fördern. Vorsitzende ist Vera Venz.

Die Landschaft der Kindertagesstätten ist in den vergangenen Jahren starken Veränderungen ausgesetzt gewesen. Hauptsächlich der durch die Politik formulierte Anspruch auf einen Platz für die unter Dreijährigen hat die Kommunen finanziell stark belastet. Übergangslösungen mussten her, die oft weder für die Eltern noch die Träger der Einrichtungen befriedigend gewesen waren.

So auch in Dissen, wo es zuletzt in der Elternschaft brodelte, weil eine Reihe von Kindern, die zeitlich begrenzt die übervolle Kita Kunterbunt besuchten, vor ihrer Einschulung noch in eine andere Kita wechseln sollten. Die Verwaltung argumentierte, das Personal in der Einrichtung sei überlastet. Die Eltern sahen das Kindswohl gefährdet. Nach einem ersten Entrüstungssturm trat man in den Dialog ein, wobei ein Kompromiss gefunden wurde und sich die Wogen wieder glätteten.

„Das war einer der Gründe, den Kita-Stadtelternrat wieder zu aktivieren“, erklärt Vera Venz. Sie wurde bei der Gründungsveranstaltung als Vorsitzende bestimmt. Dem Gremium gehören Eltern aus allen vier bestehen Kitas an. Gegenwärtig besuchen rund 400 Kinder zwischen 0 und 6 Jahren die Kitas in Dissen. Im wenigen Wochen geht mit „Charlys Kinderparadies“ eine fünfte Einrichtung an den Start.

Jede Kita-Gruppe bestimmt zwei Eltern, die als Vertreter dem Stadtelternrat angehören. Aus deren Reihen wurde der Vorstand gewählt, dem neben Venz noch Kerstin Kormeier als 2. Vorsitzende, Jasmin Garschos (1. Schriftführerin), Dagmar Watty (stellvertretende Schriftführerin) sowie die Beisitzer Anja Gehring und Stefan Kopp angehören.

Das bereits bestehende Netzwerk zwischen den Kita-Einrichtungen, den Schulen, der Verwaltung, dem Kinder- und Familienzentrum wird somit noch erweitert. „Aber wir konzentrieren uns natürlich auf unsere Aufgaben in den Kitas, wollen Ansprechpartner für die Eltern und die Leitungen sein“, sagt Venz. So soll ein Informationsfluss in beide Richtungen geschaffen werden, und auch nach außen zu den anderen Kitas. Zudem erhält das Gremium einen Sitz im Sozialausschuss, „sodass wir perspektivisch an Themen mitarbeiten können“.


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