Amtsgericht Bad Iburg Bewährungsstrafe für Zigarettendiebstahl in Dissen

Heiko Kluge

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Eingang zum Amtsgericht Bad Iburg im Iburger Schloss. Foto: Michael SchwagerEingang zum Amtsgericht Bad Iburg im Iburger Schloss. Foto: Michael Schwager

Dissen. Das Amtsgericht verurteilte einen 33-jährigen Mann, der in Dissen Ladendiebstähle begangen hatte, zu einer Bewährungsstrafe von fünf Monaten.

Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten vor, am 18. Und 21. November 2014 gemeinsam mit zwei Mittätern in einem Supermarkt in der Dieckmannstraße in Dissen im großen Stil Zigaretten gestohlen zu haben. Die drei Männer sollen dabei arbeitsteilig vorgegangen sein: Während einer im Kassenbereich die Kassiererin ablenkte und ein weiterer die Sicht versperrte, steckte der Dritte eine große Anzahl von Zigarettenpackungen unter seine Kleidung.

Entkommen

Im ersten Fall sollen die Männer Zigaretten im Wert von 200 Euro erbeutet haben und entkommen sein. Im zweiten Falle sollen sie Zigaretten und einen Schal im Wert von 281 gestohlen haben und anschließend erwischt worden sein. Der 33-Jährige, ein aus Georgien stammender Asylbewerber, ist der zweite der Gruppe, der sich für die Diebstähle nun vor Gericht verantworten musste. Einer der Mittäter wurde bereits zu einer Haftstrafe von fünf Monaten verurteilt, ein weiterer soll sich in Georgien aufhalten. 

Der 33-Jährige zeigte sich umfassend geständig. „Ich habe das gemacht“, übersetzte eine Dolmetscherin seine Einlassung. Er habe zu der fraglichen Zeit Drogen konsumiert und die gestohlenen Zigaretten weiterverkauft oder gegen Drogen getauscht. Das Strafregister des Mannes weist sieben Einträge auf. Zweimal wurde er wegen Diebstahls zu Geldstrafen verurteilt, auch machte er über einige Tage Hafterfahrung. 

Bewährung

Mit der Freiheitsstrafe von fünf Monaten lag das Gericht einen Monat über der Forderung der Vertreterin der Staatsanwaltschaft. Im Gegensatz zu dieser entschied der Richter allerdings, die Strafe noch zur Bewährung auszusetzen. Dies begründete er unter anderem auch damit, dass die Straftaten mittlerweile mehr als vier Jahre zurück lägen. 

Darüber hinaus kam dem Mann ein Härteausgleich zugute: Die zwei früheren Geldstrafen hätte der Richter in die aktuelle Entscheidung einbeziehen können – allerdings hatte der Angeklagte die Strafen bereits komplett bezahlt. „Daher meine ich, Ihnen unter Zurückstellung von Bedenken eine Chance geben zu können“, so der Richter. Er warnte allerdings im gleichen Atemzug: „Jede neue Tat, die sie hier begehen, wird zum Widerruf der Strafaussetzung führen.“


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