Ausschuss will Gebühren senken Dissener sollen für Abwasser weniger zahlen

Von Alexander Heim

Meine Nachrichten

Um das Thema Dissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Blick in die Kläranlage von Dissen. Archivfoto: R. SaggelBlick in die Kläranlage von Dissen. Archivfoto: R. Saggel

alhe Dissen. Es sind nur ein paar Cent, aber auch die dürften sich positiv auf die Portemonnaies der Dissener Bürger auswirken. Einstimmig votierten die 14 Ausschussmitglieder nun für die 19. Änderungssatzung zur Satzung über die Erhebung von Abgaben für die Abwasserbeseitigung.

Zwar erhöht sich dabei die Schmutzwasserleitungsgebühr um einen Cent auf 0,79 Euro je Kubikmeter. Die Kläranlagengebühr verringert sich hingegen um 0,19 Euro auf nunmehr 0,78 Euro je Kubikmeter. Damit beträgt die Schmutzwassergebühr für 2019 insgesamt 1,57 Euro je Kubikmeter, statt 1,75 Euro wie bisher. Etwas abgeschwächt wird die Freude über den Betrag durch die Erhöhung der Gebühren für die Niederschlagswasserbeseitigung, die gegenüber dem Vorjahr um 0,07 Euro auf insgesamt 0,36 Euro je Kubikmeter Einleitungsfläche steigen wird.

Regenrückhaltebecken

„Ich hätte nie erwartet, dass die Gebühren mal so gesenkt werden können“, freute sich Ausschuss-Vorsitzender Jürgen Dallmeyer (UWG). Der Anstieg bei der Niederschlagswasserbeseitigung ergebe sich aus der Bewirtschaftung der Regen-Rückhalte-Becken, erläuterte er zudem. Mit jährlichen Aufwendungen von 100.000 Euro sei zu rechnen, erläuterte Fachbereichsleiter Heinrich Kocks. „Das Regen-Rückhalte-Becken Breslauer Straße wird sicherlich noch teurer“, prognostizierte er. Mehr aus Dissen im Netz

Wilhelm Meyer zu Erpen (Die Grünen) ergänzte, dass es sich nicht um Investitionen, sondern um Maßnahmen zum Erhalt handele: „Man kann den Schlamm nicht einfach auf den Acker werfen.“ Und er gab zu bedenken: „Wir müssen auch die Starkregenzeiten auffangen, da dürfen wir nicht nachlässig werden. Mit einem Spatenstich ist es da nicht getan.“

Einstimmig

Auch Kämmerer Ulrich Strakeljahn sagte: „Ich hab mir das Regen-Rückhalte-Becken an der Breslauer Straße angesehen und kann mir schon vorstellen, dass da eine Menge auf uns zukommt.“

Einstimmig passierte der Antrag zur Änderung den Ausschuss.

Zudem beschäftigte sich der Ausschuss mit dem Wirtschaftsplan für den Abwasserbeseitigungsbetrieb. Hier stellte Kämmerer Strakeljahn einen Posten von rund 80.000 Euro vor, der für die rückwärtige Erschließung des Frommenhofes anzusetzen sei. Wilhelm Meyer zu Erpen rückte zudem Kosten für Regenwasserleitungen sowie Maßnahmen rund um den Kreisel am Keilerwirt in den Fokus, immerhin rund 140.000 Euro. „Die waren bereits im Haushalt 2018 drin“, erläuterte Heinrich Kocks. „Wir dachten, dass es zügiger kommt.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN